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21:13 15 Oktober 2019
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    Frühwarnradar der Woronesch-Klasse

    Gegen US-Tarnkappe: Russland schützt Krim mit Hochpräzisions-Radar

    © Sputnik / Alexander Yuriev
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    Russland will seinen Raketenschild auf der Krim mit einem Hochpräzisions-Radar vom Typ Woronesch-SM verstärken. Die Anlage, die den bereits seit Sowjetzeiten bestehenden Radar Dnjepr in Sewastopol ersetzen soll, ortet Ziele bis in den Zentimeterbereich und entdeckt deshalb auch Tarnkappenflugzeuge.

    Die Ukraine, die bis 2014 die Krim kontrollierte, habe den Radar in Sewastopol völlig vernachlässigt, so dass eine Modernisierung sinnlos wäre, sagte der Generalkonstrukteur  des Russischen Raketenangriff-Frühwarnsystems, Sergej Bojew, am Dienstag zur Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Der Radar ist in einem sehr schlechten Zustand und muss durch Woronesch-SM ersetzt werden“, so Bojew.

    Außer in Sewastopol seien Dnjepr-Radare dieses Typs nur noch in Balqasch (Kasachstan) und Murmansk im Dienst. Radare der Baureihe Woronesch gehören laut dem Chefkonstrukteur zu den stärksten weltweit. Die Modifikation SM entdecke Ziele mit Zentimetergenauigkeit, habe jedoch eine geringere Reichweite als Meter- und Dezimeterwellen-Radare.  

    Laut dem Militärexperten Michail Chodarjonok soll der neue Radar in Sewastopol die Funkmessstation Woronesch-DM  in Armawir (knapp 600 km östlich der Krim) verstärken, die im Dezimeterbereich  funktioniert.

    Alexej Leonkow von der Militärzeitschrift „Arsenal Otetschestwa“ sagte in einem Gespräch mit Sputnik, dass Radare, die ihre Ziele bis in den Zentimeterbereich bestimmen, Tarnkappenflugzeuge und Schiffe ihrer Tarnung berauben.  Vor allem amerikanische, „Dutzende Milliarden Dollar“ teure Tarnkappentechnik-Programme würden dadurch laut dem Experten ihren Sinn verlieren.

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    Krim, Russland