15:04 18 April 2019
SNA Radio
    Russisches Erdkampfflugzeug Su-25 (Archivbild)

    „Saatkrähen“ im Sturzflug und drehende „Pilze“ beim russischen Syrien-Einsatz

    © Sputnik / Witalij Timkiw
    Technik
    Zum Kurzlink
    21653

    Erdkampfflugzeuge, Jagdbomber, fliegende Radarstationen – Russland setzt in Syrien verschiedene Flugzeugtypen ein. Über manche spezifische Besonderheiten, die dabei auffallen, berichtet ein Reporters des TV-Senders Swesda.

    Russische Erdkampfflugzeuge Su-25, die inoffiziell „Saatkrähen“ heißen, nehmen dem Bericht zufolge Fahrzeuge und Waffensysteme von Dschihadisten, aber auch deren Gruppierungen ins Visier: „Die ‚Saatkrähen‘ gehen immer zu zweit auf Jagd. Während der Führende einen Angriff verübt, beobachtet der Geführte die Situation von oben. Dies ist nötig, um den Kameraden zu warnen, falls eine Gefahr entsteht, und diejenigen unter Beschuss zu nehmen, die vom Boden aus das Feuer eröffnen (…) Wenn der eigentliche Angriff beginnt, macht die Maschine einen Sturzflug und steigt dann nach dem Abfeuern von Raketen schnell wieder auf. Die Flieger beobachten, was ihr Waffeneinsatz bewirkt, denn tauschen der Führende und der Geführte die Plätze und verüben einen weiteren Angriff.“

    VIDEO: „Wir vernichten alles, was wir finden“: Su-25 im Einsatz in Syrien

    „Der Jagdbomber Su-34 ist ein weiteres ‚Arbeitspferd‘ der russischen Luftwaffe in Syrien. Ausgerechnet diese Maschinen setzen kurskorrigierende Flugzeugbomben ein, die als Präzisionswaffen gelten. Der Abwurf erfolgt in sieben Kilometer Höhe: Es ist den Fliegern verboten, unter eine bestimmte Grenze zu sinken, um nicht von Boden-Luft-Raketen anvisiert zu werden. Doch selbst aus dieser Höhe ‚sieht‘ die elektronische Füllung der Bombe ihr Ziel deutlich“, betont der Reporter.

    Er berichtet weiter: „Transportflugzeuge des Typs Il-76 befördern nicht nur Gerät und Soldaten aus Russland nach Hmeimim, sondern auch Hilfsgüter in jene syrischen Gebiete, die von Terroristen belagert sind (…) Nach dem Start aus Hmeimim fliegt die jeweilige Maschine über die Frontlinie, erreicht das Gebiet, wo sich Zivilisten und Teile der syrischen Armee befinden, und wirft tonnenschwere Plattformen ab. Diese landen fast immer völlig präzise, obwohl der Abwurf in einer Höhe von 4.000 bis 4.500 Metern erfolgt.“ 

    „Die Su-35 ist eine Maschine, die sich an den Krieg nur gewöhnt. Sie kann sowohl die Rolle eines Abfangjägers erfüllen als auch die eines Bombers. In Syrien fliegt dieser Kampfjet meistens ausgerechnet Raketen- und Bombenangriffe“, so die Reportage.

    Auch die Su-30SM kombiniere ihre Funktionen. Ihre Hauptaufgabe bestehe darin, anderen Kampfjets Deckung zu geben. Bei Bedarf könne sie aber auch als Bomber zum Einsatz kommen.

    „Unsere Radarflugzeuge A-50 werden ebenfalls in Syrien eingesetzt. Der drehende ‚Pilz‘ einer solchen Maschine – also die Antenne über dem Rumpf – ist mit nichts zu verwechseln. Die Flugvorbereitung einer A-50 findet bei strenger Lichttarnung statt – keine einzige Leuchte auf dem Flugplatz. Dutzende Menschen – Operatoren von Aufklärungs- und Beobachtungssystemen – bereiten die Ausrüstungen auf den Betrieb vor. In Syrien kommt übrigens die modernisierte Version A-50U zum Einsatz. In Russland gibt es nur mehrere davon. Die Aufgabe dieses Flugzeugs im syrischen Himmel ist es, den Luftraum und die Wasserfläche zu kontrollieren. Außerdem sichert die A-50U die Kommunikation für jene Einheiten, die sich in einer großen Entfernung vom Hauptstützpunkt aufhalten“, heißt es im Bericht.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Russische Luftwaffe löscht IS-Basis in Syrien aus - VIDEO
    Binnen zwei Monaten: Knapp 6.000 russische Luftangriffe auf IS in Syrien
    Russische Luftwaffe holt zum Vernichtungsschlag gegen IS-Truck in Syrien aus – VIDEO
    Putin ratifiziert Protokoll über russischen Luftstützpunkt in Syrien
    Tags:
    A-50U, Su-35SM, Su-25, Su-30SM, Su-34, Il-76, TV-Sender Swesda, Syrien, Russland