06:19 22 November 2017
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    Flugabwehrraketenkomplexen S-400 „Triumph“

    Steigende Nachfrage nach S-400-Abwehrkomplexen

    © Sputnik/ Sergei Malgavko
    Technik
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    Zehn Anträge auf die Lieferung von Flugabwehrraketenkomplexen S-400 „Triumph“ liegen Russlands Föderalem Dienst für militärtechnische Zusammenarbeit vor. Das hat der Chef der Behörde, Dmitrij Schugajew, mitgeteilt.

    „Wir beobachten eine große Nachfrage nach den Flugabwehrraketensystemen“, sagte Schugajew in einem Interview für die russische Zeitung „Kommersant“. Danach werden gegenwärtig etwa zehn Anträge alleine für S-400 „Triumph“ bearbeitet.

    Er räumte zugleich ein, dass sich Russland und die Türkei auf die Lieferung von Flugabwehrraketensystemen bereits geeinigt haben. Derzeit würden nur noch gewisse Details des Deals erörtert. „Diese Frage ist so gut wie geregelt“, so Schugajew. „Es geht allerdings nicht um die Lieferung von Schusswaffen, sondern um ein ernsthaftes System, deswegen gibt es gewisse Nuancen.“

    Das S-400-System (Nato-Code SA-21 „Growler“) ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen sowie gegen Drohnen und Marschflugkörper wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge („Stealth“-Flugzeuge) haben dagegen keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Es ist kompatibel für vier Raketentypen, die sich in Gewicht und Reichweite unterscheiden. Es gibt weltweit kein ähnliches bzw. gleichwertiges Abwehrsystem.

    Derzeit hat Russland einen Liefervertrag für die S-400-Systeme „Triumph“ nur mit China abgeschlossen. Außerdem werden Verhandlungen mit Indien geführt.

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    Tags:
    Nachfrage, Reichweite, Flugabwehrsystem, Details, Antrag, Lieferung, S-400, Dmitri Schugajew, Russland
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