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    „Krieg der Sterne“ zwischen China und USA? Peking rüstet auf – Studie

    CC BY-SA 2.0 / Steve Rainwater / Comic-Con Dallas, February 2014. Held at the Irving Convention Center in Irving, Texas.
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    China entwickelt Hightech-Weltraumwaffen, darunter Anti-Satelliten-Raketen, Laser, GPS-Dämpfer und Killersatelliten, so die Studie eines US-Institutes. Die Armee Chinas kann schon jetzt US-Satelliten stören und vernichten, meldet eine asiatische Zeitung.

    Nach einer Studie des „National Institute for Public Policy“ (NIPP) in Fairfax in den USA könnten die kosmischen Waffen Peking im Fall eines Krieges mit den USA einen militär-strategischen Vorteil geben. Laut der Zeitung „Asia Times“ kann Chinas Armee bereits rund 500 US-amerikanische Satelliten, die sich in einer Höhe von 1900 bis 35.000 Kilometer um die Erde drehen, vernichten oder ihre Arbeit behindern.

    Chinesische Militärs erwägen den Einsatz von Atomwaffen im Weltraum, die elektromagnetische Impulse auslösen sollen. Das schreibt Steven Lambakis, NIPP-Direktor und ehemaliger Experte für den Weltraumkrieg im US-verteidigungsministerium (Pentagon), in der Studie über „ausländische Weltraummöglichkeiten“. Die Impulse „töten“ die Elektronik und können Satelliten, die Militärs für eine genaue Waffenansteuerung, Navigation und Kommunikation brauchen, angreifen.

    Der Bericht befasst sich mit mehreren militärischen Weltraummächten, darunter auch Russland. Die meiste Aufmerksamkeit wird aber China geschenkt, das viel in den Bau und das Anlaufen von Mitteln des Weltraumkrieges investiert. Peking strebt Lambakis zufolge regionale und globale Hegemonie an. Dabei sollen die kosmischen Mittel helfen.

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    China betrachte den Einsatz von Satelliten beispielsweise für die GPS-Navigation durch andere Staaten als einen Beitrag für die ausländische Dominanz, meint der Experte. Deswegen habe Peking Milliarden Dollar in seine Weltraumprojekte, unter anderem in die Entwicklung von 19 orbitalen Navigationssatelliten „Beidou“, investiert und plane weitere 16 Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen.

    Chinas Hauptziel ist laut Lambakis, den USA den Zugang zur Indischen Ozean zu verwehren. Die entsprechenden chinesischen Militäroperationen sollen demzufolge mit „Cyber- und kinetischen Angriffen auf Satelliten und Bodenobjekte“ beginnen, um sie entweder zu zerstören oder unbrauchbar zu machen.

    Trotz der Entwicklung des Programms für die Weltraumausrüstung behauptet Peking weiter, dass es weiter an die Nutzung des Alls zu ausschließlich friedlichen Zwecken glaube. Dagegen zeugt laut NIPP-Studie der Aufbau der Kräfte für die strategische Unterstützung (Strategic Support Force) davon, dass die chinesische Armee sich auf einen künftigen cyberelektronischen und Weltraumkrieg vorbereitet.

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    Tags:
    Satelliten, Ausrüstung, Waffen, Weltraum, China, Russland, USA
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