06:17 14 Dezember 2019
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    T-14 Armata Panzer (Archivbild)

    Konzentration neuer Trends: Russlands Panzer T-14 und seine Stärken

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    Die russischen Panzerbauer suchen nach immer neuen konstruktiven Lösungen, von denen viele beim neuen Panzer T-14 Armata zum Vorschein kommen. Dadurch bekommt dieser Panzer laut Militärs und Entwicklern bestimmte Vorteile gegenüber seinen ausländischen Pendants.

    Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Dmitri Bulgakow sagte der Tageszeitung „Iswestija“, im Panzerbau werde derzeit nach alternativen Entwicklungs-Varianten gesucht und an grundsätzlich neuen Schemata in Sachen Konstruktion gearbeitet: „Beispielsweise geht es darum, das gepanzerte Volumen zu reduzieren – vor allem in Bezug auf bemannte Räume, denn gerade sie bedürfen der stärksten und schwersten Panzerung.“

    In diesem Zusammenhang verwies Bulgakow auf den T-14 Armata:

    „Die dreiköpfige Besatzung befindet sich im vorderen Teils des Rumpfes – in einer isolierten Kapsel, die mit Lebenserhaltungs-Systemen ausgerüstet ist. Die Waffen sind im unbemannten Turm platziert, dazu zählen eine 125-mm-Kanone mit einem gekoppelten 7,62-mm-Maschinengewehr und ein 7,62-mm-MG auf dem Turm.“

    All dies mache den Panzer leichter, wobei die eingesparte Masse genutzt werde, um die Besatzung besser zu schützen. Es gebe eine komplexe Reaktivpanzerung und neue Optionen im Sinne anstandsaktiver Schutzmaßnahmen, um alle gegenwärtigen Panzerabwehrwaffen zu neutralisieren, so Bulgakow.

    Wjatscheslaw Chalitow, stellvertretender Geschäftsführer des Armata-Herstellers Uralwagonsawod, sagte dem TV-Sender Swesda, die Panzerung sei eigens für diesen Panzer entwickelt worden: „Sie ermöglicht, alle gegenwärtigen und sogar perspektivischen Projektile zu verkraften.“

    Anatoli Tarnajew, Chefkonstrukteur des Geschütz-Herstellers Sawod Nr. 9, behauptete seinerseits, die Kanone des T-14 sei in der Lage, gegen jeden westlichen Panzer ein Duell zu gewinnen: „Sie hat eine größere Reichweite und eine höhere Durchschlagsleistung. Sie kann innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehr Schüsse abgeben.“

    T-72B3 (Archivbild)
    © Sputnik / Sergej Piwowarow
    Igor Afanasjew, Geschäftsführer des zuständigen Elektronik-Herstellers Elektromaschina, betonte gegenüber Swesda: „Im Armata-Panzer findet digitale Elektronik eine breitere Anwendung – ebenso wie das Prinzip der künstlichen Intelligenz und der Selbstdiagnose.“

    Laut Ilja Onegow, Ressortchef im Konstruktionsbüro Transmasch, hat der Panzer sowohl elektronische als auch manuelle Steuerung. Sergej Popow, Vizechef der russischen Holding Shvabe, lobt unterdessen die optischen Ausrüstungen des Armata – sie ermöglichen die Sicht selbst in Nebel oder Rauch. Neben einer Fernseh- gibt es auch eine Wärmesichtkamera.

    Der Panzer hat nach Angaben des Senders auch eine Integration auf taktischer Führungsebene – er kann also mit Drohnen und Flugzeugen über dem Kampffeld sowie mit der zuständigen bodengestützten Führungszentrale kommunizieren.

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    Panzer T-14 Armata, TV-Sender Swesda, Uralwagonsawod, Russland