10:32 26 September 2020
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    Für Übung vor EU-Grenze: Russland mottet seinen „Reaktivpanzer“ aus - VIDEO

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    Nach gut zehn Jahren Pause schickt Russland seine T-80 wieder ins Gefecht: Die noch in der Sowjetunion entworfenen Kampfpanzer dieses Typs nehmen an der russisch-weißrussischen Armeeübung „Sapad 2017“ vor der Grenze zur Europäische Union teil.

    „Die T-80 sind in guter Form und greifen gemeinsam mit Schützenpanzern BMP-2 den fiktiven Feind an“, berichtet die russische Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ (Montagausgabe).

    Der T-80 war der weltweit erste serienmäßig produzierte Kampfpanzer mit Reaktivpanzerung und mit einer Gasturbine als Hauptantrieb. Der von der Turbine erzeugte pfeifende Schall ähnelt dem eines startenden Düsenjets. Deshalb erhielt der T-80 bei der sowjetischen Armee den Beinamen „Reaktivpanzer“.

    Der T-80 wurde bis 1998 hergestellt. Seine Gasturbine ist staubresistent, weder Hitze noch Frost können ihr etwas anhaben. Sie sorgt zudem für sanften Lauf, was beim Schießen aus der Fahrt sehr wichtig ist. Doch auch die Nachteile sind gewichtig: Die Turbine ist fast zehnmal so teuer wie ein Dieselmotor. Hinzu kommen hoher Kraftstoffverbrauch und Unverlässlichkeit der gesamten Konstruktion des Panzern.

    2007 kündigte die Armeeführung an, die T-80 auszumustern. In diesem September beauftragte das Verteidigungsministerium das Rüstungsunternehmen Uralvagonzavod mit einer umfassenden Modernisierung des T-80. Inoffiziellen Berichten zufolge befinden sich rund 3000 T-80BW-Panzer in den Lagern der russischen Armee.

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