22:06 05 August 2020
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    Auf Schusswaffen wird auch in Zukunft keine Armee der Welt verzichten – trotz all der Laser-Waffen, die heute entwickelt werden. Warum das so ist, erklärte der Chef-Entwickler der russischen Waffenschmiede IMZ in einem Interview mit dem TV-Sender „Swesda“.

    Laserwaffen brauchen gewaltige Mengen an Energie. Diese zu speichern, ist ein Problem: Es fehle ein kompaktes Speichermedium. Das Prinzip einer Schusswaffe sei im Vergleich einfach günstiger. „Deshalb werden auch in überschaubarer Zukunft Feuerwaffen eingesetzt“, sagt der Ingenieur Michail Dragunow, Sohn des berühmten Entwicklers des gleichnamigen Scharfschützengewehrs.

    Die Feuerwaffen würden aber selbstverständlich weiterentwickelt, hin zu mehr Automatisierung. Das ist gewissermaßen ein Evolutionsprozess: „In der ersten Etappe der Waffenentwicklung konnte auf den Menschen als Energiequelle verzichtet werden. Das heißt: Der Schütze musste nicht länger den Bogen spannen oder den Speer werfen. Dann, im zweiten Schritt, konnte der Mensch die Schussvorbereitung an die Maschine abgeben: Es entstanden automatische Waffen. Die dritte Etappe ist die Übernahme intellektueller Fähigkeiten: Die Waffe bestimmt die Entfernung zum Ziel, berücksichtigt die Wetterbedingungen, die Schussrichtung und so weiter“, sagte der Entwickler.

    Außerdem werde die Munition künftig nur noch elektrisch gezündet. So werde man smarte Waffen schaffen, die ausschließlich in der Hand ihres Besitzers funktionieren.

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