15:57 13 Dezember 2017
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    Transporthelikopter vom Typ NH90 (Archivbild)

    Erneuter Unfall bei Bundeswehr in Mali - und wieder geht es um einen Heli

    © AP Photo/ Joerg Sarbach
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    Zwei Piloten der Bundeswehr sind erst vor Kurzem beim Absturz eines Kampfhubschraubers in Mali gestorben – im Flug hat sich ein Rotorblatt gelöst. Jetzt fällt bei einem Transport-Helikopter beim Abheben der Motor aus, wie die Zeitung „Die Welt“ berichtet. Glücklicherweise haben die Soldaten diesmal das Schlimmste verhindert.

    Wieder ein Zwischenfall mit einem Bundeswehr-Hubschrauber in Mali: Am 14. September ist der Motor eines NH-90-Transporthelikopoters beim Abheben vom Bundeswehr-Stützpunkt in Gao ausgefallen. Dies hat das Luftfahrtamt der Bundeswehr gegenüber der Zeitung „Die Welt“ bestätigt.

    Das Treibwerk war kurz vor dem Flug ausgewechselt worden und sollte getestet werden. „Bei einem planmäßig durchgeführten Triebwerkswechsel kam es im Rahmen der Endabnahme und den hierzu erforderlichen Triebwerksläufen zu Beginn des stationären Schwebeflugs während des Abhebens der Räder zum Ausfall eines Triebwerkes“, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Bundeswehr laut dem Blatt.

    Die Besatzung habe die Maschine sicher landen können und sei nicht zu Schaden gekommen. Nach Informationen der Welt sind auch der Hauptrotor und die Kabine des Transporthubschraubers beschädigt worden, was die Bundeswehr jedoch nicht bestätigt hat. Der Hubschrauber sei „ohne weitere Beschädigungen“ gelandet, hieß es laut dem Blatt.

    Dieser Unfall ist bereits der zweite bei der Bundeswehr in Mali binnen kürzester Zeit: Ende Juli war laut der Zeitung ein Tiger-Kampfhubschrauber nahe Gao über der Wüste abgestürzt, weil ein Rotorblatt sich während des Fluges gelöst hatte. Innerhalb von zehn Sekunden stürzte der Helikopter aus über 500 Metern Höhe zu Boden, die beiden Piloten starben. Die Absturzursache ist bis heute ungeklärt. Alle Tiger-Hubschrauber der Bundeswehr müssen seitdem am Boden bleiben.

    Der NH90 darf trotz des jüngsten Unfalls weiter eingesetzt werden, wie die Bundeswehr laut der Zeitung erklärt hat. Es gebe keine Hinweise auf einen Fehler im System, „der Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der NH90-Flotte nehmen könnte.“

    Der defekte Motor soll nun in Deutschland untersucht werden: Erst nach „einer tiefergreifenden Untersuchung“ könne die Ursache für die Fehlfunktion“ festgelegt werden. Auch ein Transportschaden sei nicht auszuschließen, hieß es.

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    Tags:
    Unfall, Einsatz, Kampfhubschrauber, Bundeswehr, Mali, Deutschland
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