10:30 11 Dezember 2017
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    russische Soldaten während Übungen (Archivbild)

    Neuentwickelte Schusswaffen für russische Armee

    © Sputnik/ Pawel Gerasimow
    Technik
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    In der nächsten Zeit sollen Armee und Sicherheitsstrukturen Russlands umgerüstet werden. Dieser Prozess hat bereits begonnen, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“.

    Militärs und Sicherheitsdienste sollen neue Pistolen, Scharfschützenwaffen, Maschinengewehre und automatische Gewehre bekommen, die vom Kalaschnikow-Konzern entwickelt wurden. So soll die Makarow-Pistole durch die kleinere Pistole Lebedew PL-15K des Kalibers 9x19 für 14 Patronen ersetzt werden. In ungeladener Form ist sie 720 Gramm schwer. Dank einer Modul-Konstruktion ändert die Pistole ihren Lauf und die Visierausstattung. Zudem werden eine Leuchte, Laser-Zielanweiser und Schalldämpfer angebracht. Laut Entwickler Dmitri Lebedew vom Kalaschnikow-Konzern präsentierte sich die neue Pistole auf der Militärmesse „Armija 2017“ als ein „guter Kerl“.

    Das Verteidigungsministerium, die Nationalgarde und ausländische Auftraggeber zeigen auch Interesse an dem neuen halbautomatischen Gewehr Tschukawin, das für drei Kaliber entwickelt wurde – 7,62 x 54 и 7,62 x 51 mm — sowie die Scharfschützenpatrone 338 Lapua Magnum. Das Gewehr wurde in einer neuen Ausstattung entwickelt, was eine Vereinfachung der Befestigung verschiedener Visiereinrichtungen ermöglicht. Zudem hat das Gewehr einen teleskopischen Anschlag.

    Die 5. Generation der Kalaschnikow-Gewehre (5,45-mm-AK-12 und 7,62-mm-AK-15) zeigt sich als aussichtsreiche Waffe, die ein Teil der neuen Ratnik-Kampfmontur ist. Die AK-12 absolvierte bereits die staatlichen Tests. 2018 kann die Serienproduktion beginnen. Das 3,5 kg schwere Gewehr für 30 Patronen soll die wichtigste Langrohr-Schusswaffe in der russischen Armee werden.

    Zudem bekommen die Armee und die Sicherheitskräfte die Gewehre AK-105 für 5,45 × 39-mm-Patronen. Bei der Herstellung des Gewehrs wurden neue schlagfeste Materialien verwendet.  Der nachgebesserte Lauf erhöhte die Trefferdichte. Dank der Modernisierung der Abzugsvorrichtung wurde der Abzug leichter und das Problem des „Verzerrens“ der Waffe vermieden. Andere Gewehre dieser Serie — АК-101/102/103/104, die für den Export hergestellt werden, sind von ausländischen Kunden gefragt. So äußerte Pakistan den Wunsch, eine große Partie AK-103 zu kaufen, die für heißes Klima geeignet sind.

    Das 5,45-mm-Maschinengewehr RPK-16, das nur vier Kilogramm schwer ist, ist eine weitere interessante russische Entwicklung, deren Serienproduktion 2018 beginnen soll. Experten zufolge hat das Maschinengewehr, welches das RPK-74 ersetzen soll, keine Analoga.

    „Die Entscheidung über den Kauf des Maschinengewehrs wurde vom Verteidigungsminister getroffen. Wir bereiten jetzt die erste Partie für Armeetests vor, dann soll die Entscheidung über die Serienlieferung getroffen werden. Wir hoffen, dass die Tests bereits in diesem Jahr beginnen“, sagte der Generaldirektor des Kalaschnikow-Konzerns, Alexej Kriworutschko.

    Auffallend ist, dass das RPK-16 unter Berücksichtigung der Kampferfahrungen in modernen Konflikten entwickelt wurde. Dieses Hand-Maschinengewehr kann in ein Sturmgewehr verwandelt werden, indem der Lauf geändert wird. Für das RPK-16 ist eine Ladevorrichtung für 96 Patronen vorgesehen, die auch  mit Kalaschnikow-Gewehren kompatibel ist.

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    Tags:
    Waffen, Pistole, Ausrüstung, Russlands Streitkräfte, Kalaschnikow, Russland
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