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10:45 20 Oktober 2019
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    Su-35S (Archivbild)

    „Die High-Tech-Zukunft unserer Luftwaffe ist gekommen“: Su-35S als Durchbruch

    CC BY-SA 2.0 / Dmitry Terekhov / Sukhoi Su-35S
    Technik
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    Eigentlich zählt der neue russische Kampfjet Su-35S zur Generation 4++, doch in mancher Hinsicht lässt er sich mit Maschinen der nächsten Generation gleichsetzen. Das ist kein bloßer Luftüberlegenheitsjäger mehr, sondern ein richtiger Mehrzweck-Kampfjet – wendig, dabei aber schwerbewaffnet, wie der TV-Sender Swesda betont.

    Wie der Sender auf seiner Webseite berichtet, trumpft die Su-35S mit technologischen Lösungen und Ausrüstungen auf, die eigentlich der 5. Kampfjet-Generation eigen sind, zu welcher beispielsweise die jetzt zu testende russische Su-57 (früher bekannt als T-50) und die US-amerikanische F-22 zählen. Dabei ist die Su-35S um ein Drittel billiger im Vergleich zur Su-57 und dreimal so billig wie die F-22.

    Als erster russischer Kampfjet bekam die Su-35S dabei das neue Triebwerk 117S, das eben für die 5. Generation entwickelt wurde. Im Vergleich zu seinen Vorläufern hat dieses Triebwerk eine höhere Schubleistung, eine größere Lebensdauer und einen niedrigeren Treibstoffverbrauch. All dies ermöglicht eine höhere Geschwindigkeit, eine bessere Wendigkeit und eine größere Nutzlastkapazität. 

    Eine weitere Gemeinsamkeit mit der 5. Generation ist das digitale Cockpit. Dort gibt es keine analogen Geräte mit Zeigern – stattdessen stehen LCD-Farbbildschirme zur Verfügung, um alle Daten anzuzeigen, die der Pilot braucht.

    Der Sender kommentiert, die Rolle des Piloten gehe überhaupt zurück: „Der Computer entscheidet, mit welcher Geschwindigkeit und in welchem Modus die Maschine das Ziel anfliegen soll, aber auch zu welchem Zeitpunkt der Pilot die Waffen einsetzen darf. Der Computer übernimmt dabei einen Teil komplizierter Steuerungs-Modi – wie etwa im Tiefflug, wenn Anhöhen umflogen werden.“

    Ein Phased-Array-Radar des Typs Irbis ermöglicht dem Bericht zufolge beispielsweise, einen Flugzeugträger in einer Entfernung von bis zu 400 Kilometern zu orten. In einer Distanz von bis zu 70 Kilometern werden kleinere Ziele aufgespürt – wie etwa Startvorrichtungen für Kurzstreckenraketen oder Gruppen gepanzerter Kampffahrzeuge.

    Wie Russlands stellvertretender Generalstabschef Igor Makuschew betonte, hat die Su-35S beim Einsatz in Syrien ihre hohen Qualitäten erfolgreich unter Beweis gestellt: Mit seiner Nutzlastkapazität von acht Tonnen kann der Kampfjet nicht nur kurskorrigierende Flugzeugbomben und Luft-Luft-Raketen an Bord nehmen, sondern auch Seezielflugkörper des Typs Kh-35U, die gegen landgestützte Ziele ebenfalls tauglich sind.

    Der Sender kommentiert weiter, die Su-35S sei also kein bloßer Luftüberlegenheitsjäger, sondern ein richtiger Mehrzweck-Kampfjet, der gegen luft-, boden- und seegestützte Ziele effizient sei: „Mit der Indienststellung der Su-35S ist die High-Tech-Zukunft unserer Luftwaffe gekommen – unabhängig davon, wann die ersten Kampfjets der 5. Generation zur Verfügung gestellt werden.“

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    Tags:
    Zukunft, Kampfjet, Hightech, Technologien, Su-35S, Luftstreitkräfte Russlands, Russland