00:33 17 November 2019
SNA Radio
    Fukushima-Unfall

    Fukushima: Japan verschiebt Entsorgung von abgearbeitetem Kernbrennstoff auf 2023

    © Sputnik /
    Technik
    Zum Kurzlink
    0 012
    Abonnieren

    Die für das Jahr 2020 geplanten Arbeiten zum Entfernen von abgearbeitetem Kernbrennstoff aus den Abklingbecken der Reaktoren 1 und 2 im japanischen Unglücks-Atomkraftwerk Fukushima 1 werden auf das Jahr 2023 verschoben. Das geht aus der Roadmap hervor, die die japanische Regierung am Dienstag gebilligt hat.

    Wie die Onlinezeitung Izvestija unter Berufung auf das Dokument schreibt, erklärt sich die erneute Verschiebung der Räumarbeiten mit der Notwendigkeit, deren Gefahrlosigkeit zu überprüfen und weiter nach der Lösung für einige technische Probleme zu suchen.

    Das Betreiberunternehmen TEPCO (Tokyo Electric Power) hat für die bereits dritte Verschiebung der Arbeiten um Entschuldigung gebeten.

    „Wir möchten uns bei den Einwohnern der Präfektur für die ihnen zugefügten Störungen und Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wir wollen uns auch weiterhin darum bemühen, die volle Sicherheit bis zum Abschluss der Arbeiten zur Beseitigung der Havarie-Folgen zu gewährleisten“, hieß es aus dem Unternehmen.

    Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein gewaltiger Tsunami den Nordosten Japans verwüstet und im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi einen Super-GAU verursacht. Bei dem Unfall waren große Mengen an radioaktiven Substanzen ausgetreten. Das Atomkraftwerk wurde im Dezember 2013 offiziell geschlossen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Atomunglück von Fukushima: Putin bietet Abe Knowhow für AKW-Wiederaufbau an
    Fukushima: AKW-Betreiber meldet rekordhohen Cäsiumwert
    Rekordstrahlung am japanischen AKW Fukushima gemessen
    Nach Atomdesaster in Fukushima: Pazifik reinigt sich von selbst
    Tags:
    Atomkraftwerk, Unfall, Fukushima, Japan