19:38 25 Juni 2019
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    Russische Armee wappnet sich mit „elektronischem Alptraum“

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    Die russischen Streitkräfte bekommen erste elektronische Gefechtsköpfe, die einen massierten Raketenangriff vortäuschen können und im Kriegsfall den Abwehrschild des Gegners verwirren und von den echten Angriffen ablenken sollen.

    Laut dem Hersteller, dem Militär-Elektronikkonzern KRET, besteht der neue Gefechtskopf aus aerodynamischen Täuschkörpern, die mit speziellen Funkgeräten für elektronische Kampfführung ausgestattet sind, sodass eine Rakete eine ganze Flugzeugstaffel oder mehrere Raketen diverser Typen imitieren könne. Das neue System kann anstatt des üblichen Gefechtskopfes an einer Rakete angebracht werden.

    In dieser Woche teilte KRET-Vizechef Wladimir Michejew mit, dass erste Lieferungen bereits erfolgt seien. An die Truppe würden vorerst Täuschkörper mit einer Reichweite zwischen zehn und 20 Kilometern geliefert, sagte Michejew laut russischen Medien.

    KRET baue bereits an der nächsten Generation der Täusch-Sprengköpfe, die massierte Angriffe aus einer Distanz von mehreren Hundert Kilometern simulieren können sollen, so Michejew weiter. Diese würden in zwei bis drei Jahren dienstbereit und sowohl an Marschflugkörpern als auch an Kampfjets wie Su-34 oder Su-57 installierbar sein.

    Die Bezeichnung der neuen Waffe ist nicht öffentlich bekannt. Journalisten tauften sie bereits „elektronischer Alptraum“.

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    Konzern Radioelektronische Technologien (KRET), Russland