03:12 17 November 2018
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    Roboter- und Spielzeugausstellung in Moskau (Archivbild)

    Seid nett zu Robotern – ab 2035 sind sie in Überzahl

    © Sputnik / Dmitrij Korobejnnikow
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    Stellen Sie sich vor, Sie treffen eine nette Dame zu einem Date und wissen auf den ersten Blick, ob Sie ihr gefallen. Kein Kennenlernen, kein Flirt – nichts als Tatsachen: Mit einer VR-Brille soll das bald schon Wirklichkeit werden. Dies sagte Brett King, Vorstandsvorsitzender von Moven, einer Softwarefirma aus New York, auf einem Fachforum.

    „Derzeit arbeitet das MIT (Massachusetts Institute of Technology – Anm. d. Red.) daran, die Augmented Reality mithilfe von VR-Brillen nutzbar zu machen. Auch Google und Apple geben über zehn Milliarden Dollar für die Forschung in dieser Richtung aus. Das wird der nächste Durchbruch werden, eine neue IT-Plattform“, sagte King.

    Die VR-Brillen werden dann mithilfe künstlicher Intelligenz „wahre Wunder“ vollbringen, prophezeit der Firmenchef.

    „Dann brauchen Sie keinen Bildschirm auf dem Tisch mehr – Sie sehen den Bildschirm im Sichtfeld Ihrer smarten Brille. Dann brauchen Sie auch keine Tastatur mehr, um einen Text einzugeben – Sie werden mit Handbewegungen die richtigen Schriftzeichen oder ganze Bilder aufrufen können. Und wenn Sie diese Brille beim Date aufsetzen, wissen Sie sofort, ob Sie Ihrer neuen Freundin gefallen, weil die künstliche Intelligenz die Gesichtszüge ihres Dates erfasst und auswertet“, schwärmt King.

    Für Politiker sei die VR-Brille aber eine schlechte Nachricht, scherzt der IT-Spezialist: „Wir werden dann bestimmen können, ob sie die Wahrheit sagen oder lügen – besonders die US-Politiker.“

    Und dann werden auch immer mehr menschliche Aufgaben an die künstliche Intelligenz outgesourct: Ab 2035 werde es mehr Roboter geben als Menschen, prognostiziert der Experte.

    „Ab 2035 wird es auf dem Planeten viele Roboter für unterschiedlichste Aufgaben geben, mehr als Menschen. Fahrerlose Autos und Lkw, Paketdrohnen, Industrieroboter – in 20 Jahren werden wir von einer ganzen Menge davon umgeben sein“, sagt King.

    „Wenn Sie in der Medizin oder im Finanzwesen arbeiten oder auch im Rechtsbereich, dann werden Sie eher beratende Funktionen übernehmen – den Großteil der Arbeit übernimmt dann die künstliche Intelligenz.“

    Derzeit lerne das Kunsthirn noch, erklärt der Experte: „Der Algorithmus des maschinellen Lernens bei Google nutzt eine eigene Google-Sprache, die nicht einmal die Software-Entwickler verstehen, die den Algorithmus geschaffen haben. So bringt die Maschine sich selbst bei, Probleme zu lösen.“

    Daher rät der IT-Spezialist: „Seien Sie nett zu den Robotern. Sie wissen nie, was sie gerade ausbrüten.“

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