11:27 19 Juni 2019
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    Soldaten der Aufklärungseinheiten bei russisch-weißrussischem Manöver Zapad 2017

    „Ironie“ und „Intrigen“ russischer Aufklärungseinheiten

    © Sputnik / Ewgenij Bijatow
    Technik
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    Die russische Armee verfügt über modernes Gerät für Aufklärungseinsätze. Optische und Radaranlagen sind entweder tragbar oder können mit einem Fahrzeug transportiert werden. Die Wochenzeitung „Swesda“ führt drei Beispiele an. Aufsehenerregend sind auch die Codenamen dieser Ausrüstungen.

    Im Scheinwerferlicht

    Wie die Zeitschrift schreibt, strotzt die portable Radaranlage Fara-WR von High-Tech-Komponenten („Fara“ bedeutet auf Deutsch „Autoscheinwerfer“). Der zuständige Soldat braucht lediglich, die Anlage auf einem Dreifuß aufzustellen und einzuschalten, dann funktioniert sie selbständig.

    Sobald ein Ziel ins Visier rückt, sendet das Radar ein Alarmsignal, richtet sich entsprechend aus und erkennt innerhalb von wenigen Sekunden, ob es sich bei diesem Ziel um einen Menschen, ein Tier oder ein Fahrzeug handelt. Ein Auto wird dabei in 17 Kilometer Entfernung aufgespürt, ein Panzer in zwölf und ein Mensch in sieben Kilometer. Bis zu zwei Dutzend Ziele können zeitgleich entdeckt und beobachtet werden.

    Ironisch betrachtet

    Aufklärungseinheiten russischer Spezialkräfte werden dem Bericht zufolge derzeit auch mit optisch-elektronischen Anlagen des Typs Ironija (dt. „Ironie“) ausgestattet. Sie sammeln und verarbeiten Daten in Echtzeit.

    Es gibt zwei Versionen dieser Anlage. Die erste davon wird auf Fahrzeugen wie Tigr oder Gussar montiert, die zweite ist tragbar und nur 3,2 Kilogramm schwer. Dazu gehört ein Entfernungsmesser mit einem Wärmesichtgerät. Ein Mensch oder ein Fahrzeug werden in jeweils 2.500 und 7.000 Meter Entfernung gesichtet. Die gesammelten Bilder und Videodaten werden sofort an eine Führungszentrale geleitet. Außerdem kann die Anlage zum Einsatz kommen, um einen Standort mit Hilfe von Bewegungssensoren zu bewachen. 

    Intrigen an der vordersten Linie

    Bei einem Manöver im russischen Militärbezirk Süd wurde auch die optisch-elektronische Mehrzweck-Anlage Intrigan (dt. „Intrigant“) getestet. Im Einsatz wird sie in einer sicheren Entfernung von der vordersten Linie platziert, schafft es trotzdem, verschiedene Ziele aufzuspüren.

    Die Anlage wird auf einem kleineren Anhängerwagen transportiert. Sie ist mit einem Wärmesichtgerät, einem Laser-Entfernungsmesser und mit modernen optischen Ausrüstungen versehen. Diese Geräte werden an einem ausfahrbaren Mast befestigt. Die Anlage scannt das Gelände, um Typen gegnerischer Militärtechnik und deren Entfernung anzugeben. Die Reichweite beträgt dabei bis zu zwölf Kilometern.

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    Tags:
    Radar, Ausrüstung, Spezialeinheiten, Tigr-M, Ironie, Fara-WR, Russland