10:32 24 November 2017
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    US-Panzer M1A2 Abrams (Archivbild)

    Neuer Abrams-Panzer: Amerikas Antwort auf russischen Armata

    © Foto: U.S. Army Photo by Sgt. 1st Class Jeremy J. Fowler
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    Als der neue russische Panzer T-14 „Armata“ vor mehreren Jahren sein Debüt gab, zeigten sich westliche Militärexperten überwiegend skeptisch bezüglich der Perspektiven der amerikanischen und europäischen Panzerbauer, die ihres Erachtens kaum in der Lage waren, eine Maschine zu entwickeln, die der neuen russischen Technik die Stirn bieten könnte.

    Inzwischen aber hat sich die Stimmung generell verbessert, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Laut westlichen Medienberichten hat die US-Armee die ersten „Panzer neuer Generation“ erhalten: Abrams M1A2 SEPv3, die dem russischen „Armata“-Modell effizient widerstehen könnten.

    ​„Diese Maschinen werden unseren Verbündeten nicht nur die Zuversicht verleihen und unsere Gegner abschrecken“, sondern auch unsere Gegner zum Frieden zwingen und Einsätze in der ‚Multidomänen-Umgebung‘ gewinnen“, sagte der Leiter des Programms zur Entwicklung von Bodenkampfsystemen, Generalmajor David Bassett.

    T-72B3 (Archivbild)
    © Sputnik/ Sergej Piwowarow
    Bei dem Modell M1A2 SEPv3, wo SEPv3 „System Enhancement Package Version 3“ („Paket von Programmen zur Verbesserung des Systems, Version 3“) bedeutet, geht es um eine neue Modifikation des Panzers Abrams M1A2. An den neuen Standard sollen Maschinen angepasst werden, die seit 2005 in die Variante M1A2 SEPv2 verwandelt wurden. Die Arbeit an der dritten Version dauerte seit 2011, wobei etliche Mängel berücksichtigt wurden, die bei diversen Einsätzen dieser Maschinen entdeckt worden waren.

    Zu den Besonderheiten der SEPv3-Modifikation gehören unter anderem:

    -der neueste Funkkomplex JTRS (Joint Tactical Radio System), der die Kommunikation mit allen Elementen und Kampfeinheiten der künftigen Brigadegruppe der US-Armee ermöglicht;

    -ein vervollkommnetes System zur Stromerzeugung bzw. —verteilung zwischen verschiedenen Bordsystemen des Panzers;

    -intensivere Verwendung der Technologie von austauschbaren konstruktiven Elementen bzw. Blöcken zwecks höherer Effizienz der technischen Wartung der Panzer;

    -ein modernisiertes Feuerlenksystem;

    -modernste Schutzsysteme gegen Sprengsätze und Geschosse;

    -eine verbesserte Panzerung, die „neuesten Gefahren widerstehen und die Überlegenheit auf dem Schlachtfeld ermöglichen soll“.

    „Das ist die modernste Abrams-Modifikation, deren Besonderheiten in der erhöhten Schutz- und Überlebensfähigkeit sowie in der höheren Feuerkraft im Vergleich zum M1A1-Panzer und den früheren M1A2-Modifikationen bestehen“, sagte der Programmleiter seitens der US-Armee, Justin Shell. „Der Abrams M1A2 SEPv3 soll die Plattform werden, auf der die etappenweise Modernisierung dieses Waffensystems erfolgen soll.“

    Die Arbeit in diesem Bereich hat bereits begonnen: Im September wurden gleich zwei Verträge mit dem Unternehmen General Dynamics Land Systems abgeschlossen: für den Umbau der ersten 45 Panzer in die Modifikation M1A2 SEPv3 für 270 Millionen Dollar sowie für die Entwicklung der Modifikation M1A2 SEPv4 für 311 Millionen Dollar. Diese soll unter anderem mit dem neusten Laserentfernungsmesser und dem Rundblickfernrohr der Firma Raytheon mit einer Wärmebildkamera der dritten Generation, einem modernisierten Visiergerät usw. ausgestattet werden.

    Die ersten in Serie gebauten Abrams M1A2 Sepv3 wird die US-Armee voraussichtlich 2022 erhalten.

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    Tags:
    Feuerkraft, Technologien, Entwicklung, Modernisierung, Panzer T-14 Armata, US-Panzer Abrams, US-Armee, USA, Russland
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