09:07 17 Oktober 2018
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    Russischer Kampfroboter (Archivbild)

    US-Fachleute nennen Schwächen russischer Kampfroboter

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Technik
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    Die russische Industrie hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe unbemannter Robotersysteme für den militärischen Einsatz zu Wasser, zu Land und in der Luft vorgestellt. Amerikanische Branchenexperten analysieren nun, inwieweit diese Kampfroboter wirklich als Roboter funktionieren können.

    Auch wenn der menschenähnliche Roboter Fedor (Final Experimental Demonstration Object Research), der mit einer Pistole schießen kann, eher eine Attraktion sei, baue Russland „eine ganze Menagerie bewaffneter Bodenroboter bis in Panzergröße“, zitiert das Portal „Breaking Defense“ den Roboterexperten Paul Scharre von der in Washington ansässigen Denkfabrik Center for a New American Security. 

    Beispiele seien der elf Tonnen schwere Uran-9 und der 16 Tonnen schwere Wichr, gebaut auf Basis des Schützenpanzers BMP-3. Es gebe sogar eine unbemannte Version des neuen Kampfpanzers T-14 Armata, sagt Scharre, obwohl die bemannte Version gerade erst in die Serienproduktion gehe.

    „Viele dieser Fahrzeuge sind schwer bewaffnet. Die Russen stellen die Prototypen oft auf Messen zur Schau“, ergänzt Sam Bendett vom Center for Naval Analyses.

    Bei den meisten der „Roboter“ handle es sich aber um bereits bekannte Kampffahrzeuge, die lediglich auf Fernsteuerung umgebaut worden seien, schreibt das Portal. Da diese bewaffneten Systeme noch immer auf den Menschen angewiesen seien, könnten sie nicht als vollautonome Roboter betrachtet werden.

    Denn sie könnten gelähmt, gecrasht oder sogar entführt werden, sollte jemand das primäre Steuersignal stören und so die Kontrolle übernehmen. So habe der automatische Geschützturm der Russen, mit dem eine ganze Reihe von  Kampffahrzeugen ausgestattet werden soll, Schwierigkeiten mit Freund-Feind-Erkennung im autonomen Modus.

    Doch die Russen würden schon an KA-Systemen (künstliche Intelligenz) arbeiten, die für genügend Autonomie der Roboter auf dem Schlachtfeld sorgen sollen, wenn der Kontakt zum Operateur zusammenbrechen sollte.

    Bendett verweist seinerseits darauf, dass auch die meisten amerikanischen Drohnen ferngesteuert seien und deshalb ebenfalls nicht als vollwertige Roboter betrachtet werden könnten.

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    USA, Russland