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    Die russischen S-400-SystemeS-400 bei den Schießübungen in Astrachan (Archivfoto)

    Russische S-400 machen US-Stealth-Kampfjets zu Technologie von gestern – Medien

    © RIA Novosti . Anton Denissow © Sputnik / Ruslan Krivobok
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    Die Stealth-Technologie kann einen Kampfjet nahezu unsichtbar für gegnerische Abwehrsysteme machen, weshalb die führenden Armeen der Welt an sogenannten Stealth-Kampfjets der fünften Generation forschen. Das US-Nachrichtenportal nationalinterest.org erklärt nun, warum die Stealth-Technologie bereits jetzt veraltet ist.

    Zahlreiche Staaten forschen an Kampfjets der fünften Generation, um ihre Luftstreitkräfte resistent gegenüber gegnerischen Radaranlagen zu machen.

    Doch das amerikanische Nachrichtenportal nationalinterest.org schreibt nun, dass die Entwicklung von modernen Radar- und Sensorensystemen die Stealth-Kampfjets zu Geräten „von gestern“ machen würden und gerade das russische Raketenabwehrsystem S-400 bereits heute die Stealth-Technologien neutralisieren könne.

    Die Wirksamkeit der S-400 in 60 Sekunden erklärt:

    Demnach sind die neuen US-Kampfjets bereits jetzt nicht mehr „unsichtbar genug“, um den russischen Verteidigungssystemen entgehen zu können.

    Hierbei sollte angemerkt werden, dass die Stealth-Technologie gleich aus zwei Gründen von Militärs verschiedener Armeen herbeigesehnt wurde.

    Zum einen wurde erwartet, dass diese Kampfjets immun gegen Luftabwehrsysteme wären, zum anderen sollten sie auch im direkten Luftkampf einen erheblich Vorteil haben, weil sie die gegnerischen Kampfjets abschießen könnten, bevor diese sie überhaupt auf dem Radar wahrnehmen würden.

    Stealth-Technologie – eher Demonstration als reale Schlagkraft

    Dennoch, eine real entscheidende Rolle haben die Stealth-Jets auf Schlachtfeldern bisher nicht gespielt.

    Die USA setzten zwar ihre F-117 in Jugoslawien (von denen zu alledem auch noch einer abgeschossen und ein anderer beschädigt wurde) und im Persischen Golf sowie ihre F-22 in Syrien und im Irak ein, jedoch war dies eher zu Demonstrationszwecken.

    Real gebraucht wurde ihre Stealth-Technologie dort nicht.

    Zunehmend kommen sich Experten darin überein, dass diese Kampfjets zwar hilfreich in strategischen Szenarien sind, aber unter realen taktischen Kampfbedingungen (zumindest bis heute) keine große Rolle spielen können.

    Trotzdem haben die USA bereits jetzt Hunderte von Milliarden Dollar in die Stealth-Technologie investiert und werden noch mehr investieren, wenn tatsächlich die politische Entscheidung zur Indienststellung der gesamten F-35 Flotte fallen sollte.

    In dem Fall werden nämlich mehr als 1700 dieser Maschinen gekauft werden müssen, was das F-35-Programm der US-Streitkräfte zum teuersten Programm in der modernen Geschichte der Luftfahrt machen würde.

    Sinn und Unsinn der amerikanischen Stealth-Flotte

    Ob dies tatsächlich sinnvoll ist, ist aber mehr als fraglich.

    Zwar würden die USA damit die mit Abstand größte Stealth-Luftflotte der Welt haben, unverwundbar wären sie dadurch aber keineswegs.

    Gerade die russischen S-400 könnten auf Grund ihrer hohen Mobilität und hoch-entwickelten Technologien für die amerikanischen Kampfjets schwer überwindbar sein.

    Zudem werden zunehmend bessere Radar- und Sensorsysteme entwickelt, die verschiedene Frequenzen nutzen, sodass die Stealth-Jets mit der Zeit immer sichtbarer sein werden.

    Vor allem die russische Luftwaffe baut zudem Sensoren für hohe und ultrahohe Frequenzen auch in die Spitzen ihrer Kampfjets ein, um ihnen bessere Fähigkeiten zum Erkennen von gegnerischen Flugzeugen zu geben.

    Russische Raketenabwehrsysteme S-400 auf der Krim
    © Sputnik / Сергей Мальгавко
    Damit kann man bereits jetzt eine „Entwertung der Stealth-Technologie“ mit der zunehmenden Entwicklung von Radar- und Sensorsystemen beobachten.

    Wichtiger als die „Unsichtbarkeit“ könnten daher für Kampfjets der Zukunft eher die Manövrierfähigkeit und ihre eigenen Anti-Raketen-Vorrichtungen werden.

    Bedenkt man nun, dass im Zuge der Entwicklung der Radarsysteme ein Stealth-Flugzeug durchaus sichtbar sein wird und eine S-400-Rakete sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 18.000 Kilometern pro Stunde nähern kann, so ist es nur die Manövrierfähigkeit, die ein Flugzeug retten könnte.

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    Tags:
    Luftabwehrkräfte, F-35, Stealth-Bomber, S-400, USA, Russland