21:11 31 Oktober 2020
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    China soll sein erstes Schiff, voraussichtlich ein U-Boot, mit einem magnetohydrodynamischen Antrieb (MHD) getestet haben, berichtet das populärwissenschaftliche US-Magazin „Popular Mechanics“. Die Erprobung habe am 18. Oktober im Marinestützpunkt Sanya in der südchinesischen Insel-Provinz Hainan stattgefunden.

    Welche Geschwindigkeit das Schiff erreicht habe, sei nicht bekannt. Wäre der experimentelle Apparat zu langsam gewesen, hätten die chinesischen Militärs nicht damit geprahlt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass mit neuartigen Triebwerken chinesische U-Boote ausgestattet würden, hieß es.

    In MHD-Generatoren kommen supraleitende Magnete zum Einsatz, die ein starkes Magnetfeld erzeugen. Der in diesem Magnetfeld entstandene Strom setzt das Wasser in Bewegung. Da zur Fortbewegung keine Propeller oder andere mechanische Teile eingesetzt werden, ist der Antrieb praktisch geräuschlos.

    Fachleute in Europa, den USA und Japan hatten Ende der 1990er Jahre aktiv an MHD-Antrieben getüftelt. Das wohl bekannteste Schiff mit MHD-Triebwerk ist Yamato 1, das 1992 eine Geschwindigkeit von 15 Stundenkilometern erreichte. Die extrem aufwendige Technologie machte die Produktion solcher Antriebe unrentabel. Aus diesem Grund wurde die Entwicklung solcher Apparate eingestellt.

     

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    Tags:
    MHD-Antrieb, Erprobung, China