11:18 12 Dezember 2017
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    Atom-U-Boot „Knjas Wladimir“-Stapellauf (Archiv)

    Der raketenbestückte „Fürst“ will im Weltmeer nicht auffallen

    © Sputnik/ Semen Wasiljew
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    Bei dem Atom-U-Boot „Knjas Wladimir“ (dt. Fürst Wladimir), das kürzlich vom Stapel lief, haben russische Konstrukteure insbesondere darauf hingearbeitet, eine Ortung durch gegnerische Sonare möglichst zu erschweren und die Manövrierfähigkeit zu erhöhen.

    Der „Fürst“ ist das vierte Atom-U-Boot, das im Rahmen des Projekts 955 Borej gebaut wurde. Dieses Projekt wurde mittlerweile modernisiert. Ab dem „Fürsten“ lautet der Codename deshalb nicht bloß Borej, sondern Borej-A.

    Wie der russische TV-Sender Swesda in diesem Zusammenhang betont, hat das neue U-Boot schon von seinem Konzept her bessere Parameter. Insbesondere soll es deutlich leiser sein als seine Vorläufer.

    Der Sender berichtet, der „Schallschutz“ russischer U-Boote werde im Rahmen spezieller Forschungsprojekte verbessert. Neben einer kalkulierten Platzierung der Bordausrüstungen ermögliche die Dämpfungsschicht, den Betriebslärm auf ein Minimum zu reduzieren. 

    „Zu den wichtigsten Kriterien der Kampf-Effizienz von Atom-U-Booten zählten immer deren Geschwindigkeit und die Möglichkeit, die Verfolger abzuschütteln. An der Fähigkeit des neuen U-Bootes, aktiv zu manövrieren, die Tauchtiefe zu ändern und sich unauffällig fortzubewegen, haben die Fachleute des Konstruktionsbüros Rubin besonders viel gearbeitet: Die Antriebsanlage sowie die Propeller mit ihrer einzigartigen Konstruktion ermöglichen den strategischen Atom-U-Booten der 4. Generation, eine Geschwindigkeit von knapp 30 Knoten unter Wasser zu erreichen“, so der Bericht.

    Der russische Militärhistoriker Sergej Iwanow sagte dem Sender: „Die Einhaltung technologischer Verfahren und eine minimale zulässige Maßabweichung sind nötig, damit der Propeller eine Kavitation vermeidet, die nicht nur den Lärmpegel deutlich erhöht, sondern auch zu einer Zerstörung des Erzeugnisses führen könnte.“

    Solche U-Boote haben dem Bericht zufolge aber auch einen Wasserstrahlantrieb, der ebenfalls dazu beiträgt, sich unauffällig fortzubewegen, ohne von gegnerischen Sonaren entdecket zu werden.

    Die Bewaffnung des „Fürsten“ bleibt im Vergleich zu seinen Vorläufern unverändert. Er bekommt 16 Langstreckenraketen des Typs Bulawa mit Mehrfachsprengköpfen – ihre maximale Reichweite beträgt 9.300 Kilometer. 

    „Die technologischen Lösungen der Projekte 955 und 955A sollen laut Experten ermöglichen, Russlands Sicherheit innerhalb mehrerer nächsten Jahrzehnte zu gewährleisten“, stellt der Sender fest.

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    Tags:
    Technologien, Stapellauf, Fürst Wladimir (Atom-U-Boot), Russland
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