19:45 11 Dezember 2017
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    Roboter-Modell (Symbolbild)

    So schnell baut Russland im Kriegsfall Kampfroboter

    © Sputnik/ Sergej Pirogow
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    Im Fall eines Kriegs würde Russland nach Angaben des Rüstungsherstellers 766UPTK die Produktion von Kampfrobotern wesentlich forcieren. Die Industrie verfügt demnach bereits über die notwendigen Technologien, um die Bauzeit von Killermaschinen von Monaten auf Tage zu verkürzen.

    In einem Krieg gehe es einem Land unter anderem darum, seine getöteten Kämpfer schnell zu ersetzen, sagte Dmitri Ostaptschuk. Die von ihm geführte staatliche Rüstungsfirma 766UPTK stellt ferngesteuerte Kampffahrzeuge her. Das bekannteste Produkt ist der Minenräum-Roboter Uran, der bereits im Syrien-Krieg erprobt worden ist.

    Die Reproduktion eines menschlichen Soldaten dauere knapp 20 Jahre, „darunter neun Monate im Mutterleib, 18 Wachstumsjahre und mindestens ein Jahr Gefechtsausbildung. Das ist unverzeihlich lang, wenn die Kriegsverluste groß sind“, so Ostaptschuk in einem Gespräch mit Sputnik.

    Um einen ausgefallenen Kampfroboter zu ersetzen, bräuchte man nur zwei Monate – und das in der Friedenszeit. „Im Krieg würde diese Zeit sogar auf wenige Tage gekürzt werden – entsprechende Technologien sind bereits erprobt worden.“

    Dies sei wohl der Hauptbeweggrund für eine „Robotisierung“ der Streitkräfte. Hinzu komme, dass die Maschinen auf dem Schlachtfeld keine Angst zeigen würden.

    „Jeder Soldat, auch wenn er in der Ausbildung sehr gut war, wird in einem echten Kampf vom Selbsterhaltungstrieb gepackt, wodurch er völlig seine Gefechtsfähigkeit verlieren kann“, sagte der Ingenieur. „Roboter haben dieses Problem nicht.“

    Der Hersteller verwies zudem darauf, dass mehrere Staaten Kampfroboter bauen würden. Russland solle mithalten, um in einem Krieg keine Panzer mit lebender Besatzung gegen eine Panzerdrohne losschicken zu müssen.

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