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23:16 19 September 2019
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    Russische Kampfroboter vom Typ Uran-9

    Aufstand der Kampfroboter – möglich oder ausgeschlossen? - Experte informiert

    © Sputnik / Ilya Pitalev
    Technik
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    Die in Entwicklung befindlichen russischen Kampfroboter vom Typ Uran-9 können laut dem Geschäftsführer des Herstellers 766 UPTK, Dmitri Ostaptschuk, keinen Aufstand gegen Menschen organisieren. Der zuständige Operator behalte nämlich die Kontrolle. Den Robotern sei es nicht möglich, selbständig über die Vernichtung eines Ziels zu entscheiden.

    „Bei unseren Konkurrenten gibt es sehr viele Fälle von solchen Aufständen, wenn Software-Fehler dazu führen, dass Roboter eine Gefahr für Menschen darstellen können. Gott bewahre, dass sie beginnen, in eine andere als die vorgegebene Richtung  zu schießen oder zu fahren“, sagte Ostaptschuk am Mittwoch gegenüber RIA Novosti. Dabei präzisierte er nicht, um welche Länder oder Robotermodelle es gehe, die nicht ordnungsgemäß funktionieren sollen.

    Darüber hinaus räumte Ostaptschuk ein, dass das russische Militär keine Alternative habe, als Roboter weiterzuentwickeln. Die Kampfroboter hätten nämlich viele Vorteile gegenüber dem Menschen: Dazu zählen laut ihm eine hohe Denkgeschwindigkeit und physische Kraft.

    Der Uran-9 (russ. Uranus) ist laut Medienberichten dazu fähig, Aufklärungseinsätze aus der Distanz zu absolvieren sowie russischen Heeres- und Anti-Terror-Einheiten Feuerunterstützung zu geben. Er ist mit einer 30-mm-Maschinenkanone des Typs 2A72 und einem 7,62-mm-Maschinengewehr, aber auch mit Panzerabwehr-Lenkraketen des Typs Ataka bewaffnet. Die Waffen-Palette kann je nach den Anforderungen des Auftraggebers variieren.

    Der Roboter werde ferngesteuert und sei in der Lage, in eine ihm zugewiesene Stellung selbständig vorzurücken und Hürden zu umfahren, heißt es. Bei Bedarf könne die menschliche Beteiligung auf ein Minimum reduziert werden.

    Ein völlig selbständiger Einsatz ist aber ausgeschlossen: Der zuständige Operator behält die Kontrolle. Dabei können nicht nur einzelne Uran-9-Roboter, sondern auch Gruppen von ihnen gesteuert werden. Für diese Zwecke werden mobile Zentralen eingerichtet, und zwar auf Basis gepanzerter Militärfahrzeuge. Jede Zentrale hat elektronische Kommunikations- und Navigationssysteme.

     

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    Aufstand, Kampfroboter Uran-9, Dmitri Ostaptschuk, Russland