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07:58 23 Juli 2019
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    Die Trägerrakete Vega VV05 (Archivbild)

    Europa verzichtet auf ukrainische Raketentriebwerke zugunsten deutscher

    © Foto: ESA/ M. Pedoussaut,2015
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    Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA hat 89,7 Millionen Euro für die Modernisierung leichter Raketen der Familie Vega und für die Entwicklung der Raumfähre Space Rider bewilligt, berichtet das russische Internetportal lenta.ru unter Berufung auf Space News.

    Die Modernisierung der Vega-Raketen, für die der Konzern Avio 53 Millionen Euro erhält, setzt den Verzicht auf ukrainische Triebwerke RD-843 voraus, die mit Heptil und Stickstofftetroxid betrieben werden. Die neue Rakete wird sich von der vorhandenen Version durch eine „europäisierte“ Oberstufe unterscheiden, die mit einem deutschen Sauerstoff-Methan-Triebwerk ausgestattet wird.

    Dadurch wird die Rakete nicht nur umweltfreundlicher und sicherer. Sie wird auch mit 2.300 Kilogramm um mehr 800 Kilogramm Nutzlast auf eine Tiefumlaufbahn bringen können. Nach Worten des für das Vega-Programm zuständigen ESA-Managers Renato Lafranconi sollte „das europäisiert werden, was nicht europäisch ist“.

    Das Triebwerk RD-843 war vom Konstruktionsbüro Juschnoje in Dnipro, vormals Dnepropetrowsk, eigens für die Oberstufe der Vega-Rakete entwickelt und vom Konzern Juschmasch fertiggebaut worden. Der 11. und letzte Start einer Rakete mit ukrainischem Triebwerk fand am 9. November statt. Vega-Raketen hatten in ihrer fünfjährigen Geschichte bislang 26 Satelliten für 20 Kunden in verschiedenen Ländern ins All geschossen.

     

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    Tags:
    Raketentriebwerk, Verzicht, RD-843, Europäische Raumfahrtbehörde (ESA), Europa, Ukraine