12:47 25 April 2018
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    Bombenabwurf (Symbolbild)

    Der „Bohrer“: Neue russische Superbombe kann 30 Kilometer weit gleiten

    Russlands Verteidigungsministerium
    Technik
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    Der russische Munitionshersteller NPO Bazalt testet Medienberichten zufolge eine mehr als 500 Kilogramm schwere Kassettenbombe, die ihr Ziel aus 30 Kilometern Entfernung trifft.

    Die Bombe „Drel“ (dt.: „Bohrer“) sei im Auftrag des Verteidigungsministeriums gebaut worden und solle ab 2018 an die Truppe geliefert werden, teilte Wladimir Lepin, Generaldirektor des Bazalt-Mutterkonzerns Tecmash, nach Angaben der Regierungszeitung „Rossijskaja gaseta“ mit. Nach seinen Worten war das Projekt bereits 1985 begonnen worden, jedoch musste es nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wegen finanziellen Schwierigkeiten auf Eis gelegt werden.

    Die drei Meter lange Bombe bringt 540 Kilogramm auf die Waage. Sie hat kein Triebwerk, kann nach dem Abwurf jedoch bis zu 30 Kilometer im Gleitflug zurücklegen. Der Bomber kann die Munition also aus einer sicheren Distanz abwerfen, ohne in die Reichweite der feindlichen Abwehr kommen zu müssen. Dabei wird der „Bohrer“ per Satelliten-Navigationssystem „Glonass“ zum Ziel gesteuert.

    Nach Angaben der „Rossijskaja gaseta“ ist eine gleitende Bombe dieser Art zudem für Radare nicht erkennbar. Sie enthalte 15 selbststeuernde Bomblets und könne eine ganze Artilleriebatterie oder eine Panzerkolonne außer Gefecht setzen, schreibt das Blatt.

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    Tags:
    Streubombe, Bombe, Verteidigungsministerium, Russland
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