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    Mondexpedition (Symbolbild)Sowjetischer Mondrover Lunochod-1

    Geheimunterlagen zu sowjetischer Mondmission freigegeben

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    Für viele gilt das Wettrennen in den Weltraum zwischen den Supermächten des Kalten Krieges, den USA und der Sowjetunion, mit der US-Mondlandung als beendet. Allerdings erreichte dann auch die UdSSR den Mond – und zwar mit ferngesteuerten Vehikeln. Nun wurden hierzu bislang geheime Sowjetdokumente veröffentlicht, berichtet die Zeitung „Iswestija“.

    Nach Angaben des Blattes hat der russische Weltraumkonzern RKS (Russische Kosmische Systeme) zuvor als geheim geltende Unterlagen veröffentlicht, die die sowjetischen Missionen zum Mond mit der automatisierten Sonde „Luna 21“ und ihrem Mondrover „Lunochod 2“ dokumentieren.

    Die Veröffentlichung ist dem 45. Jubiläum der Mondlandung mit den ferngesteuerten Geräten gewidmet.

    Lunochod-2
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    Lunochod-2

    Das Dokument enthält zahlreiche technische Details über die aufgetretenen Herausforderungen im Laufe der Mission sowie darüber, wie sie von russischen Spezialisten gelöst werden konnten.

    Insgesamt funktionierte das System der Fernverbindung zu den Mondgeräten vom 16. Januar bis zum 10. Mai 1973 – also etwa vier Jahre nach der (nicht unumstrittenen) Mondlandung der Amerikaner. Wie das Blatt hervorhebt, ist die Technik der automatisierten Station so robust gewesen, dass sie teilweise um bis zu 70 Prozent ihre angedachte Maximallebensdauer überlebt hatte.

    „Wir hatten nicht nur vor, wertvolle wissenschaftliche Daten zu sammeln, sondern wollten auch der ganzen Welt zeigen, dass wir ein automatisiertes Gerät bauen können, das effektiv auf einem anderen kosmischen Körper funktioniert“, beschreibt RKS-Mitarbeiter und Professor Arnold Selivanov das Ziel der sowjetischen Mondmissionen.

    Die Sonde „Luna 21“ und ihr Mondmobil „Lunochod 2“ stellten zahlreiche Weltrekorde für die damalige Zeit auf, die teilweise bis ins 21. Jahrhundert ungebrochen blieben.

    Insgesamt legte der Rover etwa 42 Kilometer auf der Mondoberfläche zurück und sendete 86 Panoramabilder sowie über 80.000 Fotos an die Kontrollstation auf der Erde.

    Zuvor wurde bekannt, dass Russland für zukünftige Landungen ein Laser-Navigationssystem auf dem Mond installieren wolle, um die Landeanflüge punktgenau zu steuern.

    Die Lasersignale sollen von der Erde aus mit Teleskopen sichtbar sein.

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    Mondlandung, Lunochod-2, Luna-21, Sowjetunion, Mond, USA, Russland