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19:11 16 Juli 2019
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    Kampfjet Su-30-SM der russischen Luftwaffe

    „Richtiger Bestseller“: Warum russischer Su-30-Jäger im Ausland gefragt ist

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Technik
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    Myanmar will sechs russische Su-30-Kampfjets kaufen – und ist bei weitem nicht der erste ausländische Auftraggeber, der diese Maschinen ins Visier nimmt. Es handelt sich um einen wirklich erfolgreichen Exportartikel.

    Die Zeitung „Iswestija“ schreibt in ihrer Onlineausgabe, die Su-30 sei inzwischen ein „richtiger Bestseller“ des russischen Flugzeugbaus geworden:

    „Der erste Vertrag wurde 1996 geschlossen. Seitdem haben ausländische Auftraggeber und die russischen Streitkräfte mehr als 500 Jagdflugzeuge dieser Familie gekauft. Das ist die größte russische Flugzeug-Serie, die nach dem Zerfall der Sowjetunion gebaut wurde.“

    Wie die Zeitung betont, ist die Su-30 ein Mehrzweck-Kampfjet, der in der Lage ist, sowohl als schwerer Abfangjäger zum Einsatz zu kommen, als auch land- und seegestützte Ziele anzugreifen. Dies erhöht seine Exportchancen. Nach dem Zerfall der UdSSR wurden mehrere Versionen (wie etwa Su-30K und Su-30MK) präsentiert und ausländischen Auftraggebern angeboten.

    Russischer Kampfjet vom Typ Su-30 im Himmel über Syrien
    © Foto : Ministry of defence of the Russian Federation
    Ein solches Angebot erhielten auch die indischen Streitkräfte. Der geschlossene Vertrag sah eine Su-30MK-Modernisierung und eine darauffolgende Lieferung von 32 Maschinen vor. So entstand die Su-30MKI. Bei deren Serienproduktion wurde, wie die Zeitung weiter berichtet, eine Reihe von Innovationen durchgesetzt. Dazu zählten insbesondere Triebwerke des Typs AL-31FP mit einer Schubvektorsteuerung.

    Eine weitere Besonderheit jener Maschine war ein integriertes Informationssystem, das ermöglichte, neue und auch ausländische Ausrüstungen problemlos zu installieren und verschiedene Lenkraketen mitzuführen.

    Indien wollte nicht nur fertiggebaute Maschinen kaufen, sondern sie auch selbständig zusammenschrauben. Im Jahr 2000 wurde ein entsprechender Vertrag für 140 Su-30MKI-Kampfjets unterzeichnet. Mittlerweile hat Indien insgesamt mehr als 240 Flugzeuge dieses Typs – sie machen den Kern seiner Luftwaffe aus.

    Malaysia bestellte 18 Maschinen der modifizierten Version Su-30MKM. Algerien bekundete ebenfalls sein Interesse – in den Jahren 2006, 2009 und 2015 wurden drei Verträge für insgesamt 58 Maschinen des Typs Su-30MKI(A) geschlossen. Dutzende Kampfjets der Modifikationen Su-30MKK und Su-30MK2 wurden an China geliefert.

    Im Februar 2016 wurde die neue Exportversion Su-30SME bei der Singapore Airshow demonstriert. Myanmar (früher bekannt als Burma) zeigte sich nun dem Bericht zufolge als erstes Land bereit, diese Version zu kaufen.

    Myanmar erhöht seine Militärausgaben, wie der russische Militärexperte Igor Korotschenko nach Angaben des TV-Senders Swesda sagte: „Myanmars Bruttoinlandsprodukt nimmt derzeit schnell zu – durchschnittlich um 7,7 Prozent jährlich. Das von der EU und den USA beschlossene Militärexport-Verbot gegenüber Myanmar ist nach wie vor gültig, doch der Etat von Myanmars Verteidigungsministerium soll in absoluten Zahlen weiter wachsen – im Jahr 2019 werden sich die Militärausgaben des Landes vermutlich auf 2,8 Milliarden US-Dollar erhöhen.“

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    Ausland, Export, Kampfjet, Dollar, AL-31F, Su-30, Russland