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20:03 21 August 2019
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    Russischer Aufklärungsdrohne des Typs Forpost

    Lehren aus Syrien: Upgrades für russische Aufklärungsdrohnen

    CC BY-SA 4.0 / Vitaly V. Kuzmin / Forpost UAV
    Technik
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    Russische Aufklärungsdrohnen des Typs Forpost sollen einem Zeitungsbericht zufolge Radaranlagen bekommen. Vorerst haben die Drohnen nur optisch-elektronische Beobachtungssysteme, die bei schlechter Sicht nicht immer effizient sind. Mit Radaren an Bord soll es besser gehen – auch bei Nacht und bei ungünstigen Wetterbedingungen.

    Wie die Zeitung „Iswestija“ berichtet, formuliert das russische Verteidigungsministerium derzeit taktisch-technische Anforderungen an eine Radaranlage für unbemannte Luftfahrzeuge des Typs Forpost.

    Die Entwicklung eines solchen Radars wurde im Hinblick auf den russischen Drohnen-Einsatz in Syrien beschlossen. Mit dem neuen Radar soll auch die geplante modernisierte Version Forpost-M ausgestattet werden.

    Nach Informationen der Zeitung soll das Radar in vielerlei Hinsicht jenen Radaranlagen ähneln, die an Bord bemannter Flugzeuge installiert werden. Allerdings wird das Novum kleiner sein, um in einen Container hineinzupassen, der unter einer Tragfläche oder unter dem Rumpf der Drohne montiert werden soll.

    Die Forpost-Drohne ist das gegenwärtige „Arbeitspferd“ der russischen Luftwaffe und Marineflieger. Mit ihrem Startgewicht von 454 Kilogramm kann sie bis zu 100 Kilogramm Nutzlast tragen. Die Drohne ist in der Lage, mehr als 17 Stunden lang ohne Zwischenlandung in der Luft zu bleiben, und zwar in einer Höhe von bis zu 5700 Metern.

    Die Hauptaufgabe solcher Drohnen ist die Luftaufklärung, darunter in Kampfgebieten. Informationen werden mit Video- und Infrarot-Ausrüstungen gesammelt. Möglich sind auch Einsätze zur Zielzuweisung und Zielbeobachtung.

    Dass die Drohne nun auch ein Radar bekommen soll, ist nach Ansicht des russischen Branchenexperten Denis Fedutinow durchaus gerechtfertigt. Er sagte dem Blatt, diese Neuerung werde es ermöglichen, Ziele besser zu orten und zu identifizieren.

    Auch in anderen Ländern werden laut Fedutinow Drohnen mit Radaren ausgerüstet: „Wie beispielsweise die italienischen Falco-Drohnen, die sich ungefähr in derselben Gewichts-Klasse befinden wie die Forpost. Auch der israelische Prototyp Searcher hat eine Version mit einem Radar.“

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu haben russische Drohnen in Syrien bereits rund 16.000 Einsätze absolviert – mit einer Gesamtdauer von 96.000 Stunden. Damit wird dem Minister zufolge die Lage praktisch auf dem ganzen syrischen Territorium rund um die Uhr kontrolliert. Die Effizienz von Luftwaffen- und Artillerieeinsätzen konnte, wie es ferner hieß, dank der Drohnen deutlich erhöht werden.

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    Tags:
    Modernisierung, Radar, Aufklärung, Einsatz, Drohne, Forpost, Syrien, Russland