13:51 17 Juli 2018
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    Fregatte „Admiral Gorschkow“ (Archiv)

    Ein „sehr modisches Ding“ soll neue russische Kampfschiffe effizienter machen

    © Sputnik / Maxim Yarwinen
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    Neuartige russische Fregatten sollen einem Zeitungsbericht zufolge unbemannte Fahrzeuge für Aufklärungseinsätze und Arbeiten unter Wasser bekommen. Die Anwendung solcher Robotersysteme ist ein weltweiter Trend – und russische Schiffsbauer halten damit Schritt, wie ein Militärexperte erläutert.

    Russische Fregatten der Projekte 22350 und 22350М sollen mit unbemannten Wasserfahrzeugen ausgestattet werden. Die entsprechende Entscheidung ist bereits gefallen, wie die Tageszeitung „Iswestija“ am Mittwoch unter Berufung auf das Marinekommando berichtet. Nun berät die Marine mit den Schiffsbauern, um die Liste der mitzuführenden Roboter zu konkretisieren.

    Nach Informationen der Zeitung könnten insbesondere unbemannte Motorboote zum Zweck der Aufklärung zum Einsatz kommen, um bei Bedarf andere Schiffe oder Objekte an der Küste ins Visier zu nehmen. Möglich wäre auch eine Anwendung ferngesteuerter Tauchfahrzeuge.

    Wie der russische Waffenexperte Michail Barabanow dem Blatt sagte, nimmt der Einsatz von seegestützten Robotersystemen in der ganzen Welt zu: „Unsere Schiffsbauer halten Schritt mit den weltweiten Trends und sind ihnen faktisch sogar etwas voraus. Beispielsweise bleibt ein serienmäßiger Einsatz von Minenschutz-Robotersystemen durch große Überwasserschiffe im Westen vorerst aus.“

    Untersee-Roboter „Surrogat“ (Grafik)
    © Foto : Rubin-Werft St. Petersburg
    Die Roboter, die den russischen Fregatten nun zur Verfügung gestellt werden sollen, könnten laut Barabanow auch weitere Funktionen übernehmen: „Hydrographie und hydrologische Aufklärung können ziemlich nützlich sein.“ Auch unbemannte Motorboote für Aufklärungseinsätze sind derzeit, wie der Experte sagte, ein „sehr modisches Ding“.

    Fregatten des neuen Projekts 22350 mit ihrem bereits gebauten Typschiff „Admiral Gorschkow“ sind für Missionen in abgelegenen Meeresgebieten geeignet. Sie sollen in der Lage sein, sowohl Überwasserschiffe als auch U-Boote zu bekämpfen.

    Eine solche Fregatte ist 135 Meter lang und kann eine Geschwindigkeit von bis zu 29 Knoten erreichen. Möglich ist ein autonomer Aufenthalt auf See von bis zu 30 Tagen. Zur Verfügung stehen Seezielflugkörper des Typs Onyx/Jachont und Marschflugkörper des Typs Kalibr.

    Eine Weiterentwicklung dieses Schiffsprojekts sind Fregatten des Typs 22350М. Im Vergleich zur ursprünglichen Version sollen sie schwerer sein, weil neue Radaranlagen und Waffensysteme hinzukommen.

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    Tags:
    Kampf, Aufklärung, Roboter, Technologien, Fregatte, Fregatte „Admiral Gorschkow, Marine Russlands, Russland
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