13:02 15 August 2018
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    Kampfjet Su-35

    Den „Raubvogel“ abschrecken: Russlands Su-35-Kampfjet und seine Bestimmung

    © Sputnik / Witalij Ankow
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    Der Erstflug des russischen Kampfjets Su-35 jährt sich in der laufenden Woche zum zehnten Mal. Diese Maschine wurde als Instrument gegen den amerikanischen F-22-Jäger konzipiert – und dürfte im Vergleich zu ihm in mancher Hinsicht sogar als moderner gelten. Nicht zufällig beschloss auch China, Su-35 zu kaufen.

    Die Su-35S und die F-22A Raptor (dt. „Raubvogel“) zählen jeweils zu den Generationen 4++ und 5. Doch, wie der TV-Sender Swesda erläutert, wurde die russische Maschine konzipiert, um genau diesen US-Kampfjet „abzuschrecken“.

    Die Entwicklungsarbeiten an der aktuellen Version der Su-35 hatten 2005 begonnen – im Jahr der Indienststellung der F-22A. Die russischen Konstrukteure strebten eine Maschine an, die in der Lage wäre, sich in typischen Situationen eines Luftkriegs dem amerikanischen „Raubvogel“ entgegenzusetzen. Um solche Situationen zu modellieren, wurden lokale Konflikte analysiert, an denen die US-Luftwaffe zuvor teilgenommen hatte.

    Der Sender postuliert in seinem Bericht: Da die russische Maschine im Vergleich zu ihrem US-Opponenten später entstand, darf sie in mancher Hinsicht als moderner gelten, obwohl sie formal zu einer früheren Generation gehört. Ihr Bordradar und ihr optisches Ortungsgerät wurden später entwickelt als die US-Pendants. Außerdem hat der Su-35S einen größeren Treibstoffvorrat.

    Es war kein Zufall, dass der russische Jet auch die Chinesen beeindruckte. Bereits im Jahr 2008 besuchte der damalige chinesische Luftwaffenchef, Xu Qiliang, einen Messestand des russischen Herstellers Suchoi. Später schlossen die beiden Länder einen milliardenschweren Su-35-Liefervertrag.

    Bei der Entwicklung der Su-35S, so der Bericht weiter, diente der bewährte Su-27 als Grundlage, wobei aber zahlreiche Verbesserungen vorgenommen wurden. Brandneue Technologien wurden eingesetzt.

    Zu den Vorteilen der Su-35S im Verhältnis zur Su-27-Familie zählt insbesondere die effizientere Radaranlage – sie ortet Ziele in einer deutlich größeren Entfernung. Auch die Waffen-Palette vergrößerte sich – unter anderem stehen nun moderne Lenkraketen mit großer Reichweite zur Verfügung. Die Maschine hat ein fortgeschrittenes Cockpit mit großen Displays und neuen Lösungen in Sachen Mensch-Maschine-Schnittstelle.

    Die Triebwerke der Su-35S ermöglichen eine Überschallgeschwindigkeit ohne Nachbrennen und die Treibstoffbehälter haben im Vergleich zu den Su-27 eine größere Kapazität.

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    Tags:
    Liefervertrag, Vertrag, Waffenhandel, Kampfjet, F-22 Raptor, F-22, Su-27, Su-35S, U.S. Air Force, China, Russland
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