09:10 20 Oktober 2018
SNA Radio
    Iskander-M-Raketensystem

    General: Iskander-Raketen droht bis 2025 keine Konkurrenz aus dem Ausland

    © Sputnik / Pavel Lisitsyn
    Technik
    Zum Kurzlink
    1866

    Die Entwicklung einer Entsprechung zum russischen operativ-taktischen Raketenkomplex Iskander-M im Ausland ist in den nächsten sieben Jahren nicht möglich. Das teilte der Oberbefehlshaber der russischen Landstreitkräfte, Generaloberst Oleg Saljukow, der Armeezeitung „Krasnaja Swesda“ mit.

    „Die Ablösung der veralteten Totschka-U-Raketenkomplexe durch den modernen Raketenkomplex Iskander-M in den Raketenbrigaden verläuft plangemäß. Mehr als 10 Sätze sind bereits an Brigaden geliefert worden“, so Saljukow.

    Mehr zum Thema: Russland baut bald neuesten Radpanzer

    Iskander-M sei eine höchst präzise, effektive Waffe. Sie könne sowohl ballistische Raketen als auch Marschflugkörper abfeuern, die „bestehende und zukünftige Raketenabwehrsysteme überwinden“.

    „Nach Einschätzungen der Konstrukteure ist die Entwicklung einer Entsprechung (zum Komplex Iskander-M – Anm. d. Red.) durch andere Staaten nicht früher als im Jahr 2025 möglich“, sagte der General.

    Das Iskander-M-Raketensystem steht seit 2006 im Dienst der russischen Armee. Das System ist mobil, manövrierbar und innerhalb von 20 Minuten einsatzbereit. Iskander-M kann unterschiedlichste Ziele – von gegnerischen Truppen bis hin zu unterirdischen Kommandostellen – bekämpfen. Wegen ihrer Stealth-Eigenschaften können die Iskander-Raketen besonders schwer abgefangen werden.

    Mehr zum Thema: Russland soll Nuklearanlage für Marschflugkörper getestet haben

    Anfang Februar hatte Russland die Stationierung von Iskander-Raketenkomplexen in der Region Kaliningrad bestätigt. Laut dem Chef des Verteidigungsausschusses des Föderationsrates (russisches Parlamentsoberhaus), Viktor Bondarew, sei das unter anderem eine symmetrische Antwort auf das Nato-Vorgehen.

    Beim Nato-Gipfeltreffen Anfang Juli 2016 in Warschau war die Stationierung von zusätzlich 4000 Soldaten in den baltischen Staaten beschlossen worden. Die Nato will vier multinationale, rotierende Bataillone für das östliche Bündnisgebiet schaffen.

    Haben Sie einen Account in den sozialen Netzwerken? Werden Sie Fan unserer Facebook- und Instagram-Seite!

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Von Russland zur USA: So können Raketen zu Verhandlungen führen
    Iskander in Aktion: Russische Armee simuliert Angriff auf feindliche Kommandozentrale
    „Man verwechselt Ursache und Folge“: Politiker zu Polens Sorgen über Iskander-Raketen
    Russlands Hyperschall-Waffe: Größtes Geheimnis der Iskander-Rakete gelüftet
    Tags:
    Waffenindustrie, Raketenkomplex, Raketenabwehrsysteme, Raketenabwehr, Raketen, Waffen, Technik, Militär, Armee, Mehrfachraketenwerfer Totschka-U, Iskander-M, Iskander, Verteidigungsministerium, Oleg Saljukow, Russland