05:10 21 November 2018
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    US-Flugzeugträger USS Harry S. Truman (Archivbild)

    Militärexperte muss eingestehen: Darin sind die USA Russland weit überlegen

    © Foto: DoD/ U.S. Navy/ Mass Communication Specialist 2nd Class Adam Brock
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    Der Vizepräsident der Russischen Akademie für Raketen- und Artilleriewissenschaften, Konstantin Siwkow, hat die Möglichkeiten der See-, Luft-, und Bodenstreitkräfte Russlands mit jenen der USA verglichen. Der Artikel des Experten wurde in der Zeitschrift „Wojenno-Promyschlenny Kurier“ veröffentlicht.

    „Hinsichtlich der Flugzeugträger ist die US-Flotte der russischen Flotte um das Zwölffache überlegen (dabei entspricht der Flugzeugträger Kusnezow nach seinem Kampfpotential fast der Hälfte des US-Analogons), bei Kreuzern um das 6,5-fache, bei Zerstörern um das Fünffache, bei Mehrzweck-Atom-U-Booten um das Vierfache“, sagte der Experte.

    Laut dem Experten ist die russische der amerikanischen Marine bei nichtatomaren U-Booten und Schiffen der nahen Meereszone (Korvetten, kleine Raketenschiffe und verschiedene Motorboote) überlegen. „Doch die Überlegenheit Russlands in diesem Bereich wird durch die Zusammensetzung der Flotten der US-Verbündeten, darunter der Nato-Länder, ausgeglichen“, sagte Siwkow.

    „Im Luft- und Weltraumbereich sieht die Situation nicht besser aus. Bei Kampfschiffen (Kampfjets, Bomber, Angriffsflugzeuge) sind US-Luftstreitkräfte und Seestreitkräfte den russischen Fliegerkräften und Meeresfliegerkräften fast um das Vierfache überlegen. Dabei ziehen Letztere gegenüber den amerikanischen fast um zwei Größenordnungen den Kürzeren. Unter Berücksichtigung der Versorgungsschiffe sind die US-Fliegerkräfte insgesamt um fast das Achtfache überlegen“, sagte der Experte.

    Laut Siwkow gibt es in Russland zwar gute Waffenmodelle wie der Kampfjet der 5. Generation Su-57. Doch sie würden nicht ausreichen, um eine Überlegenheit gegenüber den USA zu erreichen. Zudem verzeichnete der Experte das Zurückbleiben Russlands hinter den USA bei der Zahl der Bodentruppen sowie Hochpräzisionswaffen.

    „Aus dieser Sicht ist es höchste Zeit für den Ausbau der Militärproduktion und des staatlichen Rüstungsauftrags und nicht deren Abbau. Die Anfrage des Verteidigungsministeriums in Höhe von 30 Billionen Rubel für das neue staatliche Rüstungsprogramm ist sehr bescheiden“, so Siwkow.

    Vorführung eines hyperschallschnellen luftgestützten Raketensystems „Kinschal“
    © Sputnik / Provided by the Ministry of Defence of the Russian Federation
    Im Februar 2018 hatte Siwkow vorgeschlagen, eine thermonukleare Megarakete für 210 Milliarden Dollar zur Beseitigung der Asteroiden-Bedrohung zu schaffen. Zudem hatte er seine Vision der Rolle der Ukraine bei einem möglichen Krieg der USA gegen Russland dargelegt.

    Im November 2017 hatte er Russland empfohlen, als Antwort auf den Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag nichttraditionelle Träger von Atomwaffen aufzustellen. Zudem sollte Russland extrem mächtige Sprengköpfe entwickeln, die auf dem Territorium der USA katastrophale geophysikalische Prozesse wie den Ausbruch des Supervulkans Yellowstone, auslösen können, so Siwkow.

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    Tags:
    Weltraumstreitkräfte, militärische Überlegenheit, Experte, Meinung, Flugzeugträger, Kriegsschiffe, Luftabwehrkräfte, Su-57, Flugzeugträger Admiral Kusnezow, INF-Vertrag, Russische Marine, USA, Russland