09:59 21 April 2018
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    der russische Kampfequipment der Zukunft (Symbolbild)

    „Flüssige“ Schutzwesten, smarte Kugeln – und was dem Heer von morgen noch winkt

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Technik
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    Mehr Informationen, Präzision und Schutz – all dies sollen künftige High-Tech-Ausrüstungen für Heereseinheiten ermöglichen. Auch die russische Armee will auf diesem Gebiet nicht zurückbleiben.

    Wie der russische TV-Sender Swesda in seiner Onlineausgabe prognostiziert, werden Heerestruppen mehrerer Staaten ungefähr gegen 2030 eine grundlegende Umrüstung (oder gar Umformatierung) erleben, um neue Elektronik möglichst breit einzusetzen.

    Mikrocomputer am Körper sind eigentlich, wie es in dem Bericht heißt, bereits jetzt keine Exotik mehr, sondern durchaus funktionstüchtig: Biosensoren ermöglichen, Daten zum Gesundheitszustand von Soldaten in Echtzeit zu sammeln und zu sehen, wer von ihnen medizinische Hilfe oder eine Evakuierung braucht.

    Auch aktuelle Informationen über die Situation im Einsatz sollen künftig in Echtzeit an die Kommandeure geliefert werden. Die nächste Generation des russischen Kampfequipments Ratnik soll dem Bericht zufolge durch verschiedene Instrumente für die Aufklärung ergänzt werden. Laut Heereschef Oleg Saljukow stehen dabei voraussichtlich Mikroroboter und Drohnen zur Verfügung.

    Generell sagte der russische Militärexperte Michail Lapikow dem Sender, mittlerweile seien Ausrüstungen zu einem aktuellen Bedarf geworden, die es zuvor nur in Computerspielen gegeben habe und die als Träume von Science-Fiction-Autoren gegolten hätten.

    „Etwa eine Mini-Karte, die direkt auf die elektronische Brille jedes Soldaten projiziert werden soll, wäre eine der bequemsten Methoden, um aktuelle Informationen über den Stand der beteiligten Militäreinheiten zu bekommen. Auf tragbare Computer könnte man künftig überhaupt verzichten: Eine Projektion ist deutlich anschaulicher und bequemer. Solche Informationen lassen sich schneller ablesen“, so Lapikow.

    Einer der kompliziertesten Entwicklungsbereiche, so der Bericht weiter, sind smarte Kugeln, also kurskorrigierende Projektile. Sie ähneln nur wenig herkömmlichen Kugeln für Scharfschützen. Der Sender vergleicht sie stattdessen eher mit unterkalibrigen Panzergranaten: Die neuartige Kugel soll einen sogenannten Treibkäfig bekommen, der nach dem Verlassen des Gewehrlaufs abfällt. Dann springt ein kleiner Beschleuniger an, das Lenksystem wird aktiviert.

    Der Sender beschäftigt sich auch mit Mitteln, die die Soldaten schützen sollen. Etwa bewährte Aramidfasern wie Kevlar könnten laut dieser Prognose von „flüssigen“ kugelsicheren Westen abgelöst werden. Spezielle Nanopartikel in Panzerplatten sollen dabei eine erhöhte Zähflüssigkeit ermöglichen, falls es zu einem Kontakt mit einer Kugel oder mit einem Splitter kommt. Diese neue Art von Schutzwesten wäre dann auch um 50 Prozent leichter.

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    Tags:
    Zukunft, Hightech, Computer, Technologien, Rüstung, Russlands Streitkräfte, Russland
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