03:57 22 Oktober 2018
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    Nicht nur Design: Experte klärt über Kampfvorteile neuer russischer Korvette auf

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    In Amerika bewundert man die neuesten russischen Patrouillenschiffe des Projekts 22160. Der russische Militärexperte Viktor Litowkin sprach in einem Interview mit Sputnik über die militärischen Vorteile des Schiffes, bei denen es nicht nur um das Design geht.

    Die US-Zeitschrift „The Drive“ schrieb vor kurzem, die Korvette 22160 habe ein „ziemlich geniales“ Design, dank dem sie für ihre relativ geringe Größe enorm schlagkräftig sei.

    Der Autor hob hervor, dass das Schiff nach dem „Modulprinzip“ konzipiert ist, so dass seine Waffen und Apparaturen abhängig von den Aufgaben (Piratenbekämpfung, Teilnahme an großen Einsätzen usw.) verändert werden könnten.

    Die neue Korvette verfügt über eine Artillerieanlage (Kaliber 57 Millimeter), mehrere Maschinengewehre und einen Granatwerferkomplex des Typs DP-65 und hat einen größeren Hohlraum unter dem Hubschrauberlandeplatz. Dort könnten zwei Raketenkomplexe „Kalibr“ aufgestellt werden, vermutete der „Drive“-Autor.

    Das gestattet dem relativ kleinen Patrouillenschiff, mit acht Raketen Schläge gegen Wasser- und Bodenziele aus größeren Entfernungen zu versetzen.

    Die Seeausdauer der 22160-Korvette beträgt zwei Monate, in diesem Zeitraum kann sie bis zu 6000 Seemeilen zurücklegen.

    „Das ist ein ziemlich innovatives Konzept, und es sollte von westlichen Seestreitkräften analysiert werden“, so der Autor. „Es könnte sie zur Entwicklung von neuen Mehrzweck-Kriegsschiffen inspirieren.“

    Die Patrouillenschiffe 22160 werden in einer Werft in Selenodolsk (Teilrepublik Tatarstan) gebaut. Ihre wichtigsten Aufgaben sind, die russischen Hoheitsgewässer zu schützen, gegen Piraten zu kämpfen und größere Kriegsschiffe im Laufe von Einsätzen zu unterstützen.

    Militärexperte Viktor Litowkin sprach in einem Interview mit Sputnik über die Vorteile der Korvette.

    „Die Korvette ist herausragend unter anderem dank ihrer hohen Geschwindigkeit, die auf hoher See 27 Knoten erreichen kann. Darüber hinaus verfügt sie über starke Waffen, unter anderem über eine automatische Kanone AK-630. Das ist eine Sechsrohrkanone des 30-Millimeter-Kalibers, die ein Schiff praktisch in zwei Teile ‚zersägen‘ kann“, betonte er.

    „Außerdem gibt es Marschflugkörper an Bord. Es ist eine große Errungenschaft der Waffenbauer, dass das Schiff bei einer geringen Wasserverdrängung so starke Waffen hat. Im Westen denkt man aus irgendwelchen Gründen, dass alle russischen Waffen ‚widerlich‘ sind. Aber wir stellen schon längst ästhetisch schöne Waffen her. Das Design dieses Schiffs ist nicht nur schön – es dient auch dazu, eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen und maximal effizient die vor ihm stehenden Aufgaben zu erfüllen“, so Experte Litowkin.

    Bis 2020 sollen der russischen Schwarzmeerflotte planmäßig vier Schiffe des Projekts 22160 übergeben werden: „Wassili Bykow“, „Dmitri Rogatschow“, „Pawel Derschawin“ und „Sergej Kotow“.

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    Patrouillenschiff, Technologien, Bekämpfung, Piraten, Kalibr-Rakete, Russlands Seestreitkräfte, Russland