SNA Radio
    Russischer Kampfroboter „Uran-9“

    Russische „Uran“-Roboter sind revolutionäre Waffen – US-Experte

    © Foto : Rosoboronexport
    Technik
    Zum Kurzlink
    51665

    Der US-Experte der Zeitschrift „The National Interest“, Eugene K. Chow, hat die russischen Minenräumroboter Uran-6 und Kampfroboter vom Typ Uran-9 als „revolutionäre“ Waffen bezeichnet.

    In Bezug auf die Kampfroboter Uran-9 sei technologisch die Ära von unbemannten Panzern gekommen; es gebe aber eine Frage: Wie werden die Armeen der Welt diese nutzen? Früher als andere habe Russland diese neuen Waffen eingesetzt und seine weiteren Schritte könnten „signifikante Konsequenzen“ für andere Staaten sowie zukünftige Kampfkonzepte haben, so Chow.

    Der Experte verwies darauf, dass die russischen Roboter bereits bei Kämpfen getestet worden seien.

    Russlands Verteidigungsministerium teilte zuvor mit, dass sich die Angriffsroboter Uran-9 sowie Minenräumroboter Uran-6 in Syrien gut bewährt hätten. Die Minenräumroboter Uran-6 beteiligten sich demnach beispielweise an der Minenräumung von Palmyra, was ermöglichte, Hunderten Zivilisten das Leben zu erhalten.

    Chow verwies darauf, dass sich auch China und die USA mit der Entwicklung von Roboterpanzern beschäftigen würden, aber bislang deren Möglichkeiten bewerten und auftauchende Probleme zu lösen versuchen.

    Der Uran-6 ist ein sechs Tonnen schwerer Minenräum-Roboter auf Raupenketten. Mit einem speziellen Minenräumgerät pflügt er die Erde und bringt Sprengkörper dadurch zur Detonation. Gesteuert wird er von einem Operator, der sich in sicherer Entfernung befindet. Der Uran-6 ist in der Lage, einer Detonation von 60 Kilogramm TNT standzuhalten.

    Der Mehrzweck-Kampfroboter Uran-9 ist für distanzierte Aufklärung sowie zur Feuerunterstützung von Truppen, Aufklärungs- und Antiterroreinheiten geeignet. Das System ist in der Lage, das Ziel in einer Reichweite von bis zu fünf Kilometern bei Tageslicht und in einer Entfernung von 3000 Metern in der Nacht zu treffen Zu seiner Bewaffnung gehören eine 30-Millimeter-Schnellfeuerkanone vom Typ 2A72, ein Maschinengewehr des Kalibers 7,62 Millimeter, gelenkte Panzerabwehrraketen vom Typ „Ataka“ sowie ein Flugabwehr-Raketensystem des Typs „Igla“. Die Roboter verfügen außerdem über ein Laserstrahl-Warnsystem, können Ziele orten, erfassen und verfolgen.

    Zum Thema:

    Bilanz für erstes Jahresquartal: Diese Technik ist neu bei russischer Marine
    Moskauer Siegesparade: Verteidigungsministerium verspricht Technik-Neuheiten – FOTOs
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren