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01:21 18 Oktober 2019
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    Ein Atom-Eisbrecher (Symbolbild)

    Stärkster Atom-Eisbrecher der Welt: Russland will neues Gerät zur Arktiserschließung

    © RIA Novosti . Vladimir Astapkovich
    Technik
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    Die Leitung der russischen Atomenergiebehörde Rosatom will vor dem Jahresende die Regierung auffordern, den Abschluss von Verträgen für den Bau des Atom-Eisbrechers „Lider“ in die Wege zu leiten.

    Der Chef der Behörde, Alexej Lichatschow, sagte vor der Presse: „Wir planen, vor dem Ende des Jahres die Regierung zu bitten, eine Entscheidung über den Beginn der Vertragsbindung sowie die Festlegung der Baufristen und der Werft, in der das Projekt realisiert wird, zu treffen“, so Lichatschow.

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    Die neuen Schiffe des Projektes 10510 „Lider“ (dt. „Anführer“) sollen mit einer Maschinenleistung von 120 Megawatt die stärksten Atom-Eisbrecher der Welt werden. Das technische Projekt wird vom Konstruktionsbüro „Aisberg“ entwickelt und soll bis zum Ende des Jahres fertig sein.

    „Nach unseren Einschätzungen werden wir in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre nicht ohne Eisbrecher einer neuen Qualität, einer neuen Leistung von 120 Megawatt, auskommen“.

    Dem Rosatom-Chef zufolge ist der Eisbrecher mit dieser Maschinenleistung eine „angemessene Lösung für die ganzjährige Nutzung der Nordostpassage“.

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    Die „Lider“ soll imstande sein, eine bis zu viereinhalb Meter dicke Eisschicht mit einer Geschwindigkeit von zwei Knoten zu durchbrechen. Ihre Höchstgeschwindigkeit auf eisfreiem Wasser wird bei 24 Knoten liegen. Wie der russische Präsident Wladimir Putin unlängst verkündet hatte, soll das neue Schiff bis zum Jahr 2025 gebaut werden.

    Dieser Eisbrecher soll die Schifffahrt in der Nordostpassage zu jeder Jahreszeit unabhängig von den Wetterbedingungen ermöglichen. Allerdings wären dafür drei oder vier solche Riesen erforderlich.

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    Die voraussichtlich 209 Meter lange und 47,7 Meter breite „Lider“ wird selbst die größten Tankschiffe hinter sich führen können. Ihre Fahrweite wird dabei unbegrenzt sein. Es ist offensichtlich, dass die Schiffe des Projekts 10510 in allen Arktis-Seen – von der Barenz- und der Karasee bis zur Laptewsee, der Ostsibirischen und der Tschuktschensee – gefragt sein werden.

    Auf dem Deck des Eisbrechers gibt es einen Landungsplatz für Hubschrauber der Typen Mi-8, Mi-38 und ähnliche ausländische Modelle. Die zwei Reaktoren des Triebwerks befinden sich unter einer dichten Schutzhülle aus strahlungsfestem Stahl und Beton. Die Konstruktion des Meilermoduls ist so, dass es den Absturz eines Hubschraubers, eine Strandung und eine Kollision mit einem anderen Schiff überstehen könnte.

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    Tags:
    Atomeisbrecher, Nordostpassage, Eisbrecher, Schiff, Rosatom, Alexej Lichatschew, Alexej Lichatschjow, Alexej Lichatschow, der Nördliche Seeweg, Nordpolarmeer, Arktis, Russland