01:12 19 September 2018
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    Korvette der ukrainischen Seestreitkräfte (Archivbild)

    Ukrainischer Marine-Chef warnt vor „Point of no Return“

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    Das Budget der Ukraine verfügt nicht über genügend Geld für den Bau der Korvette der Reihe „Wladimir Weliki“, wodurch dem Kriegsschiffbau des Landes unumkehrbare Folgen drohen. Seine Besorgnis darüber hat der Befehlshaber der ukrainischen Kriegsmarine Vize-Admiral Ihor Worontschenko dem Sender Insche.TV mitgeteilt.

    Für den Bau der Korvette sei ein Zuschuss von 1,3 Milliarden Griwna (42,5 Millionen Euro) geplant gewesen, so Worontschenko.

    „Ich stelle folgendes fest: Alle Staatsmänner scheinen, Anordnungen zu unterzeichnen, die Mittel jedoch erst nach der Unterfertigung zu berechnen. Vor zwei Wochen traf ein Brief ein, in dem stand, dass der Staat keine passenden Mittel habe“, erzählte der Kommandierende.

    Indes habe er sich mit dieser Frage an den Präsidenten und an die Parlamentsabgeordneten gewandt, die jetzt versuchen sollen, die notwendigen Gelder zu beschaffen.

    „Wie ist egal, aber geben Sie uns eine Milliarde 361 Millionen Griwna für die Flotte. Denn wenn wir nicht die entsprechenden finanziellen Mittel auftreiben, werden wir den Point of no Return überschreiten.“

    Dabei würden ungefähr 9000 Arbeiter, rund 200 Unternehmen und auch die Partner der Ukraine im Ausland gefährdet, die „auf grünes Licht für die Fortsetzung der Finanzierung von uns warten“, mahnte  Worontschenko.

    Der Bau des ersten Schiffes im Rahmen des Projekts 58250 begann im Jahr 2011 und sollte in einem Jahr abgeschlossen werden. Die Frist wurde mehrmals verschoben. Im letzten Jahr wurde berichtet, dass der Start des ersten Schiffes im Jahr 2022 erfolgen soll. Insgesamt sieht das Projekt die Herstellung von vier Schiffen vor.

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    Tags:
    Korvetten, Schiffbau, Finanzierung, Flotte, Igor Worontschenko, Ukraine