22:35 16 Juli 2018
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    Der russische Infanterieunterstützungspanzer „Terminator 3“

    Neuer Support-Panzer: Wird „Terminator-3“ Amerikas tödlichste Waffe treffen können?

    © Sputnik / Michail Wosskressenskij
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    Der russische Panzerbauer UVZ hat angekündigt, den Infanterieunterstützungspanzer „Terminator“ zu optimieren. Die künftige – dritte – Generation dieses Kampffahrzeugs soll dann in der Lage sein, alle Arten von Zielen zu bekämpfen – auch Drohnen. Amerikanische Fachleute sind ob der angekündigten Fähigkeiten skeptisch.

    Der neue russische Support-Panzer werde sicherlich ein gut geschütztes Gefährt sein, im urbanen Kampf sehr effektiv, um kleinere und leichtgepanzerte Ziele zu bekämpfen, schreibt die amerikanische Fachzeitschrift „The National Interest“. Wird er aber auch „Amerikas tödlichste Waffen“, die Drohnen, bekämpfen können? Der Autor des Fachartikels will nicht so recht glauben, dass das mit dem „Terminator-3“ möglich sein soll.

    „Wo sollen denn die Anti-Drohnen-Waffen untergebracht werden, wenn in diesem Fahrzeug ohnehin schon neun verschiedene Waffensysteme eingebaut sind?“ schreibt das Blatt. „Passt da noch eine Radarstation drauf? Wenn nämlich nicht, dann wird der ‚Terminator‘ die kleinen Drohnen allerhöchstens auf Sicht bekämpfen können.“

    Und außerdem verlange diese Vielzahl von Systemen der Crew alles ab. Kann die Besatzung den Anforderungen überhaupt gerecht werden?

    Wozu der russische „Terminator“ fähig ist
    Facebook/Russlands Verteidigungsministerium
    Die optimierte Version des „Terminators“ wird auf alle Arten von Zielen einwirken können: Infanterie ebenso wie Luft- und Bodenziele. Dabei werde die Zahl der Crewmitglieder dank verstärkter Automatisierung von derzeit fünf auf drei Mann reduziert werden können, hatte zuvor Sergej Abramow angekündigt, Vorstand des russischen Staatskonzerns Rostec, des Mutterkonzerns des Panzerbauers UVZ. Spezielle Boden-Luft-Munition werde es dem „Terminator-3“ ermöglichen, auch unbemannte Luftvehikel abzuschießen, sagte ein Insider aus der russischen Rüstungsindustrie später.

    Der Militärexperte Viktor Litowkin sagt, der „Terminator“ sei universell einsetzbar. Warum also nicht auch gegen Drohnen?

    „Der Unterstützungspanzer kann definitiv zum Drohnen-Killer werden, weil er umfangreich bewaffnet ist: eine 30-mm-Maschinenkanone, ein 12-mm-Maschinengewehr, Panzerabwehrraketen vom Typ ‚Ataka‘ und ‚Wichr‘. Werden sie gegen die Drohne gerichtet, wird sie diese Feuerkraft nicht überstehen.“

    Ok, verstanden. Aber was ist mit der Ortung der Drohnen? „Der Unterstützungspanzer hat ein sehr gutes Radar, weshalb er unbemannte Luftvehikel leicht erkennen und bekämpfen kann“, sagt der Fachmann Litowkin. „Dabei muss ein ‚Terminator‘ natürlich im Verbund mit anderen Systemen arbeiten: mit Radar-, Aufklärungs- und Feuerleitstationen – damit keine Drohne durchkommt.“

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    Tags:
    Schützenpanzer, Drohne, Terminator-3, The National Interest, Russland, USA
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