20:41 22 Juli 2018
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    Russische Kampfjets Su-35

    NI klärt über „Geheimtrick“ der Su-35 im Kampf gegen F-22 auf

    © Foto: Sukhoi Company
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    Das US-Magazin „The National Interest“ hat über einen „geheimen Trick“ geschrieben, mit dessen Hilfe ein russischer Kampfjet Su-35 eine amerikanische F-22 Raptor abschießen kann.

    Dem Autor des Artikels, David Archibald, zufolge hat die F-22 einige Schwachstellen. So verfügt sie beispielsweise nicht über Infrarot-Such- und Begleitsysteme (InfraRed Search and Track, IRST), die es ermöglichen, gegnerische Flugzeuge nach deren Antriebswärme zu verfolgen.

    Darüber hinaus ist die F-22 Raptor nicht mit Seitensichtradaren ausgestattet, sodass die Maschine die Ortsveränderung von Raketen des Gegners nicht verfolgen kann, wenn sie sich nicht direkt auf den Jet des Gegners zubewege.

    Der Autor betont dabei, dass diese Mängel mit den früheren Etappen der Entwicklung der F-22 verbunden seien. Im Jahr 1981 hatten die US-Luftstreitkräfte mit den Unternehmen General Dynamics und McDonnel Douglas Verträge für die ursprüngliche Designentwicklung eines neuen taktischen Turbojägers abgeschlossen.

    Fünf Jahre danach haben gleichzeitig zwei Teams aus einigen Unternehmen mit den Entwicklungsarbeiten begonnen. Die Luftstreitkräfte hatten dazu aufgerufen, die Bemühungen zu vereinen, so dass an einem solch teuren Programm möglichst viele Talente arbeiten könnten.

    Im Jahr 1989, als die beiden Teams bereits ihre Prototype projektierten, beschränkten die Luftstreitkräfte den Preis aller elektronischen Systeme, mit denen die F-22 ausgestattet werden sollte, auf neun Millionen US-Dollar. Nach den Plänen des Teams, das vom Unternehmen Lockheed geleitet wurde, sollten die Kosten allein für die Avionik 16 Millionen US-Dollar betragen.

    Gerade wegen dieser Beschränkungen sei dann beschlossen worden, auf die IRST und einige anderen Systeme, einschließlich der Seitensichtradare, zu verzichten.

    Archibald betont, dass die US-Luftstreitkräfte keine konkreten Anordnungen erteilt hätten, auf welche Systeme verzichtet werden sollte. Sowohl Lockheed als auch das Unternehmen Northrop, das das zweite Team geleitet habe, hätten vom Standpunkt der Korrelation von Preis und Qualität selbst eine optimale Entscheidung getroffen.

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    Tags:
    F-22, Su-35, Infrarot-Such- und Begleitsysteme (InfraRed Search and Track, IRST), Schwachstellen, Geheimtrick, Northrop, McDonnel Douglas, General Dynamics, Lockheed, The National Interest, David Arrchibald, Russland, USA
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