13:59 19 Oktober 2018
SNA Radio
    Internet (Symbol)

    Populäre Browser Extension entpuppt sich als gefährliche Spyware

    CC0
    Technik
    Zum Kurzlink
    3757

    Stylish sammelt offenbar insgeheim Nutzer-Daten. Die Spähaktivitäten der populären Browser Extension sind dem Software-Ingenieur Robert Heaton aufgefallen.

    Stylish faszinierte fast zwei Millionen User mit seiner neuen Funktion – das Äußere einer Internet-Webseite verändern zu können. Seine Skins ermöglichten, originelle Farben an der Webseite für  bequemeres Lesen zu dämpfen, oder im Gegenteil das Interface kräftiger zu färben.

    Es stellte sich heraus, dass seit Januar 2017 in die Extension eine „Spionage“-Software eingefügt worden sein soll. Diese Software hätte Daten über die von den Nutzern an den Servern der SimilarWeb-Company besuchten Seiten gesammelt, berichtet Heaton auf seiner Webseite.

    Nach der Anschaffung dieses Services habe das Unternehmen die Kartei der Browser-Geschichten von Nutzern aus aller Welt erhalten. Rein theoretisch könnten anhand des Browserverlaufs solche Daten mit realen Namen der Menschen oder ihren Kontaktdaten verbunden werden, meint Heaton.

    Heaton bemerkte, dass in den Dokumenten von SimilarWeb über das Datengeheimnis gemeldet würde, dass sie keine persönlichen Daten sammelten. Technisch könne dies korrekt sein, so Heaton. Der Experte fügte dem jedoch hinzu, dass ein Aufbruch der Datenbank von einer dritten Seite oder ihre Übergabe an weitere Unbekannte durch unfaire Mitarbeiter durchaus möglich sei.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Nach USA: Großbritannien verbannt russische Kaspersky-Lab-Software
    Russische Software: Kaspersky Lab bleibt in USA - und ändert Strategie
    Agentur: Russisches Militär hat Zugriff auf Sicherheits-Software des Pentagon
    Wenn Ihr Passwort in dieser Datenbank ist, ändern Sie es!
    Tags:
    Datenbank, "Spionage"-Software, Softwar-Ingenieur, Browser Extension, SimilarWeb, Internet, Robert Heaton, USA