20:11 16 Oktober 2018
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    Darum sind die „Kinschals“ besser als „Iskander“-Raketen

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    Die Hyperschallrakete „Kinschal“ kann im Vergleich zu ihrem bodengestützten Prototyp „Iskander“ dreimal so weit entfernte Ziele treffen. Über die Unterschiede der zwei Marschflugkörper berichtete gegenüber Sputnik eine Quelle im militärindustriellen Komplex.

    Die Hyperschallrakete „Kinschal“, mit der heutzutage die Jäger MiG-31K ausgestattet werden, sei praktisch eine Modifizierung des „Iskander“-Marschflugkörpers für ein Flugzeug. Ihre Treffweite betrage 1.500 Kilometer und soll nicht nur bei den MiG-31K, sondern auch bei den Bombern Tu-22M3 etwa gleich bleiben

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    Die Steigerung der Reichweite der „Kinschal“ ohne erhebliche technische Ausbesserung sei darauf zurückzuführen, dass eine luftgestartete Rakete weniger Schwerkraft überwinden müsse, so Wiktor Murachowski, Mitglied des Expertengremiums des Kollegiums des militärindustriellen Komplexes.

    „Die Sache ist die, dass die Stoßkraft einer bodengestarteten ballistischen Rakete auf die Überwindung der Schwerkraft aufgewandt wird, während eine Flugzeugrakete sie nicht zu überwinden braucht und keine Energie für die horizontale Beschleunigung verwendet. Sie braucht überhaupt keine Beschleunigung, weil das Flugzeug beim Raketenstart mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegt“, erklärte der Experte.

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    Ein weiterer Grund für die „Transformation“ der „Iskander“ in die „Kinschal“ sei der INF-Vertrag gewesen, der die Entwicklung neuer bodengestützter Raketen dieser Klasse beschränke.

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    „Wegen der Einschränkungen des INF-Vertrags dürfen wir bodengestützte Waffen mit solcher Treffweite nicht herstellen. Jetzt haben wir in kurzer Zeit eine neue Rakete bekommen, die mit der „Iskander“-Rakete unifiziert ist, was die Herstellung wesentlich verbilligt und den Betrieb erleichtert. Ihre Selbstsuchköpfe und Gefechtseinsatzsysteme sind ähnlich“, teilte Murachowski mit.

    Präsident Wladimir Putin hatte die „Kinschals“ und andere neueste russische Waffensysteme im März bei seiner Ansprache an die Föderale Versammlung präsentiert.

    Die Hyperschallrakete „Kinschal“ kann alle existierenden Flug- und Raketenabwehrsysteme überwinden und nukleare und konventionelle Gefechtsköpfe an bis zu 2000 Kilometer entfernte Ziele bringen.

    Im Dezember 2017 wurde das System im Südlichen Militärbezirk für den Probebereitschaftsdienst eingeführt.

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    Tags:
    INF, Raketen, Hyperschallwaffen, Waffen, Tu-22M3, MiG-31, Iskander, Kinschal, Wiktor Murachowski, Russland