07:43 13 Dezember 2018
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    Die russische Angriffsdrohne Forpost-M bei einer Waffenausstellung (Archivbild)

    Erste russische Angriffsdrohne: Armee wartet auf neue Waffe

    CC BY-SA 4.0 / Vitaly Kuzmin / Forpost
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    Die russische Armee bekommt in nächster Zeit eine modernisierte robotisierte Aufklärungsdrohne. Die Kampftests des unbemannten Flugapparates „Forpost-M“ gehen bald zu Ende, schreibt die Moskauer Tageszeitung "Iswestija" (Dienstag) in ihrer Online-Ausgabe.

    Die Drohne hat ein modernes Radar, optische Systeme und lenkbare Präzisionsbomben an Bord. „Forpost-M“ ist in der Lage, Ziele selbstständig zu orten und zu vernichten. Die Bordelektronik des Apparates hat weltweit nicht ihresgleichen. Das eigens für „Forpost-M“ entwickelte Navigationssystem ist weder an das russische GLONASS noch auf GPS angewiesen. Dadurch hat die Maschine mehrere Vorteile bei Flügen in Gebieten, wo es an der Raketenabwehr und funkelektronischen Kampfmitteln des Gegners wimmelt.

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    Testeinsätze des „Forpost“-Vorgängers in Syrien hatten gezeigt, dass die Drohne auch gut getarnte Panzertechnik, Artilleriesysteme, Bunker und Kommandozentralen des Gegners problemlos erkennt. Die modernisierte Drohne wird die georteten Ziele auch sofort zerstören können.

    „Forpost-M“ hat einen Aktionsradius von 250 Kilometern, fliegt etwa 200 Stundenkilometer schnell und kann bis zu 17 Stunden lang in der Luft bleiben. Die Drohne, der eine israelische Entwicklung zugrunde liegt, wiegt 450 Kilogramm, die maximale Flughöhe beträgt 5.000 Meter.

    Derzeit werden auch schwere Drohnen – komplett aus russischer Produktion — getestet. Es handelt sich um „Altair“ mit einem Gewicht von bis zu 5 Tonnen und „Ochotnik“ (Jäger) mit einem Gewicht von bis zu 20 Tonnen. Bei der letzteren Angriffsdrohne wird Tarnkappentechnik angewandt.

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    Tags:
    Militärtechnik, Drohne, Angriffsdrohnen, Forpost, Verteidigungsministerium Russlands, Russland