02:24 16 August 2018
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) besucht Uralvagonzavod im November 2015

    Russischer High-Tech-Panzer Armata: Hersteller antwortet auf Kritik aus Regierung

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    Trotz kritischer Stimmen aus der Regierung will der russische Panzerbauer Uralvagonzavod seine Produktionspläne für den T14 Armata vorerst nicht revidieren. Vizeregierungschef Juri Borissow hatte den neuen Superpanzer als teuer bezeichnet und seine massenweise Anschaffung durch die Armee in Frage gestellt.

    „Diese Äußerungen haben den Betrieb bei Uralvagonzavod keinerlei beeinflusst: Die Arbeiten  laufen nach Plan und nach den geschlossenen Verträgen“, sagte Dmitri Kalenitschenko, Pressesprecher des in Nischni Tagil am Ural ansässigen Unternehmens, am Freitag laut russischen Medien.

    Vizepremier Borissow hatte in der vergangenen Woche den T14 Armata und den neuen Radpanzer Bumerang als teuer bezeichnet und bezweifelt, dass die Streitkräfte mit dieser Technik „überflutet“ werden müssen.

    „Der T-72-Panzer etwa ist sehr gefragt auf dem Markt, alle kaufen ihn“, sagte Borissow damals. „Nach Preis, Leistung und Qualität übertrifft er sowohl den Abrams als auch den Leclerc als auch den Leopard.“

    Laut Borissow sollte die russische Armee die neuen Kampffahrzeuge erst dann anschaffen, wenn ihre jetzige Kriegstechnik gegen Waffen des potentiellen Feindes deutlich unter Augenhöhe sei.

    Russland hatte 2015 den T-14 Armata als eine neue Panzergeneration der Öffentlichkeit vorgestellt. Absolute Nova im Panzerbau sind unter anderem der unbemannte ferngesteuerte Turm und eine isolierte und gepanzerte Kapsel für die Crew. Laut Westexperten ist das neue Kampffahrzeug westlichen Pendants deutlich überlegen. Das russische Verteidigungsministerium will bis 2020 rund ein hundert Armatas kaufen.

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    Tags:
    Leopard, M1-Abrams, Bumerang, Armata, Kampfpanzer AMX-56 Leclerc, T-72-Panzer, Uralwagonsawod, Uralvagonzavod, Nischni Tagil, Russland
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