21:11 24 September 2018
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    Korvette Magdeburg der deutschen Marine (Archivbild)

    „Echte Schande“: NI spricht unerfreuliches Urteil über Bundesmarine

    © AP Photo / Thomas Haentzschel
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    Das Militärmagazin „National Interest“ hat den aktuellen Zustand der deutschen Marine als beschämend bezeichnet und eine sofortige Erhöhung ihres Haushalts und ihrer Fähigkeiten gefordert.

    Wegen schlechter Planung und Entscheidungsfindung sowie Finanzierungsmangel kann die Bundesmarine laut NI die wichtigsten Missionsanforderungen nicht erfüllen. Wenn nicht sofort Änderungen unternommen würden, würden ihre Fähigkeiten noch weiter degradieren.

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    „Während es angenehm ist, die ‚Budgetkürzungen‘ verantwortlich zu machen, gehen die Probleme der Marine weit über den Geldmangel hinaus. Die deutsche Marine hat große Probleme mit allen ihren wichtigen Bestandteilen: U-Boote, Schiffe und was von ihrer Marineluftwaffe übriggeblieben ist.“

    Die Bundesmarine verfüge beispielweise über sechs U-Boote des Typs 212U. Jedoch keines davon könne eingesetzt werden, obwohl die deutsche Industrie ähnliche U-Boote immer weiter weltweit verkaufe. Die deutsche Presse erkläre das mit mangelnden Ersatzteilen, worauf das Magazin mit Erstaunen und Unverständnis reagiert.

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    „Es übersteigt das Vorstellungsvermögen, dass das wohlhabendste Land der EU es sich nicht leisten kann, selbst eine U-Boot-Flotte mit sechs Booten zu unterstützen.“

    Das Portal stellt die Einsatzbereitschaft der deutschen Marineluftwaffe ebenfalls unter Frage. Als Beispiel werden die gebrauchten Seefernaufklärer P-3C angeführt, die Berlin 2005 von den Niederlanden gekauft hatte. Sie brauchen aber neue Flügel sowie ein modernes taktisches System. Für die Verbesserung werde der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin acht Jahre brauchen. Bisher sei keines der deutschen P-3C-Flugzeuge funktionsfähig, schreibt „The National Interest“ unter Berufung auf Experten.

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    Der Zustand der deutschen Überwasserflotte sei kaum besser. Das Magazin weist auf die fragwürdigen technischen Eigenschaften der deutschen Korvetten K-130 und Fregatten F-125 sowie auf deren häufige Pannen hin und vergleicht die Lage der Bundesmarine mit der vom Frühling 1941. Damals konnten britische Flugzeugtorpedos das Schlachtschiff „Bismarck“ versenken. Als Ursache nennt NI Konstruktionsfehler der „Bismarck“.

    „Der aktuelle Zustand der deutschen Marine ist eine echte Schande, eine Blamage für Europas reichstes Land. Die deutsche Marine muss sich für die Erhöhung ihres Budgets und ihrer Fähigkeiten einsetzen.“

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    Zuvor hatte der Bundesrechnungshof Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen des Verschleierns der Ausrüstungsmängel beschuldigt. Ihre Erklärung über die Kampfbereitschaft von deutschen Schiffen und Flugzeugen habe nicht der Realität entsprochen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, sei letztes Jahr zum Beispiel kein einziges deutsches U-Boot einsatzbereit gewesen; weniger als die Hälfte der Fregatten und Panzer und nur jeder dritte Hubschrauber seien kampffähig. Außerdem hätten die Korvetten keine Bewaffnung, den Schiffen mangele es an kontrollierbaren Marschflugkörpern und den U-Booten fehle es an Besatzung.

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    Technik, Armee, Militärübungen, Militärmanöver, Militäreinsatz, Militäretat, Militärbudget, Militärausgaben, Militär, Jets, Flugzeug, Boot, U-Boot, Schiff, Luftwaffe, Marine, Bundesministerium der Verteidigung, Bundesverteidigungsministerium, Bundesmarine, Bundeswehr, The National Interest, Deutschland