17:53 18 September 2018
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    Der Militärflugplatz Hmeimim der russischen Luftstreitkräfte in Syrien

    Syrien: Diese Russen-Technik lassen die Amis nicht aus den Augen

    © Foto : Russisches Verteidigungsministerium
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    Den Syrien-Einsatz nutzt die russische Armee auch zur Verbesserung ihrer neuesten Waffentypen, schreibt das Fachportal „Defense News“. Die Verantwortlichen in Moskau sind aber nicht die einzigen, die ihre Panzer, Hubschrauber und Flugzeuge unter die Lupe nehmen – auch das Pentagon hat die russische Technik die ganze Zeit im Visier.

    Die US-Strategen haben in Syrien viel Interessantes über die Einsatzmöglichkeiten der russischen Streitkräfte gelernt, sagt General Jeffrey Harrigian, Oberkommandeur der Luftwaffe im US Central Command. „Hätten wir noch mehr erfahren können? Sicher gibt es Bereiche, in denen wir die Beobachtungen verstärken und die Erkenntnisse noch etwas präzisieren müssten“, so der Luftwaffengeneral laut „Defense News“.

    Die Luftstreitkräfte sind eine Truppengattung, die alle einsatztaktischen Innovationen sehr genau beobachtet, betont der Offizier. „Ich werde keine weiteren Details nennen. Aber es gibt Sachen, die wir erst durch die Erfahrungen im Kampfeinsatz in Syrien herausgefunden haben. Diese Erkenntnisse werden wir in unserem Interesse und zur Modernisierung unserer Waffentypen nutzen.“

    Seit eineinhalb Jahren sammelt die Air Force Informationen über die Möglichkeiten der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte. Von besonderem Interesse für die amerikanischen Strategen sind laut Harrigian die tatsächlichen Einsatzmerkmale des Mehrzweckkampfjets Su-34 und des hochmanövrierfähigen Luftüberlegenheitsjägers Su-35.

    Andere Staaten verfahren im Syrien-Einsatz natürlich nicht anders. Auch Russland nutzt die Möglichkeiten, das Einsatzverhalten neuer amerikanischer Technik zu beobachten und auszuwerten – etwa des Tarnkappenjägers F-22. Die gewonnenen Erkenntnisse gehen in die Ausbildung der eigenen Truppe und die Optimierung bestehender Waffenmuster ein.

    „Es ist ja klar, dass die Russen die syrischen Truppen verstärkt und das Momentum genutzt haben, um eine klare Vorstellung von den eigenen Möglichkeiten und Potentialen zu bekommen“, sagt Harrigian. So haben auch etliche russische Generäle und Offiziere auf den Schlachtfeldern in Syrien unschätzbare Kampferfahrung gesammelt.

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    Experten sind der Ansicht, die Aufklärungsmöglichkeiten der US Air Force in Syrien noch deutlich zunehmen würde – sobald die amerikanische Luftwaffe den Mehrzweckjäger F-35B dort wird einsetzen können.

    „Die F-35B Lightning II ist eine Modifikation der F-35, die eigens für das Marine Corps der Vereinigten Staaten geschaffen wurde“, erinnert der Militärexperte Konstantin Makijenko vom Zentrum für Strategie- und Technologieanalyse. „Der Mehrzweckjet verfügt über die Fähigkeit zum Kurzstart und zur Senkrechtlandung. Damit kann er vom Flugdeck eines Landungsschiffs aus operieren.“

    „Es ist völlig offensichtlich, dass die F-35 auch zur Lageerkundung geeignet ist. Wir werden die Sensorik dieses Flugzeugs auch für die Erforschung bestimmter Sachen nutzen, wie das die Israelis schon getan haben“, so der Luftwaffengeneral Harrigian.

    Auffällig ist, dass bei weitem nicht alle Amerikaner den Optimismus des Generals über den Einsatz der F-35 teilen. „Ihr werdet noch erleben, dass die F-35 zum ersten Mal im Nahen Osten abgeschossen wird“, kommentierte ein Leser den Artikel von „Defense News“.

    Ein offensichtlich patriotisch gesinnter US-Bürger konterte: „Die F-35 ist einer der sichersten Kampfjets der Welt. Über 200.000 Flugstunden hat die Maschine bereits, ohne einen einzigen Unfall.“

    Ein anderer Leser bemerkt: „Heute beobachten sie die Su-34 und Su-35, morgen erforschen sie die Einsatzerfahrungen der russischen Hyperschallraketen.“

    Diese Bemerkung wurde einem Amerikaner zu viel: „Die russische Flotte wird innerhalb weniger Stunden vernichtet werden, wenn die Russen solche Dummheiten machen wie zum Beispiel unsere Marine mit Raketen zu beschießen. Russische Schiffe werden sich nicht vor Luftschlägen schützen können. Wir haben mehr Flugzeuge, als die Russen Schiffe.“

    Eine ausgewogenere Einschätzung zur Lage in Syrien liefert ein Sprecher des Generalstabs der russischen Luftwaffe: „Wenn die Amerikaner von unseren Kampfpiloten etwas lernen sollten, dann dass wir während der gesamten Einsatzdauer in Syrien weder Zivilisten noch die zivile Infrastruktur bombardiert haben. Die Amerikaner hingegen haben die Stadt Rakka dem Erdboden gleichgemacht, ohne dass es etwas gebracht hätte. Sie bombardieren, aber einen konstruktiven Vorschlag haben sie nicht.“

    >>Andere Sputnik-Artikel: Syrien-Einsatz: Russland testet Waffen, vor denen es „keinen Schutz“ gibt – Medien

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    Tags:
    F-22, Su-34, Su-35, Rakka, Syrien, USA, Russland