03:50 19 Januar 2020
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    Ab Januar 2019 im Verkauf: Exklusiver Blick auf Luxus-Klon von Putins Limo

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    © Sputnik / Erkin Rasulev
    Als NAMI 2013 der Auftrag für eine Staatskarosse erteilt wurde, hatte das Forschungszentrum für Innovationen im Automobilbau eigentlich keine Erfahrungen mit der Serienproduktion von Autos. Trotzdem sollen die ersten Aurus-Limousinen ab 2019 gerade von NAMI gebaut werden.

    Die erst Anfang 2018 gegründete russische Firma “Aurus” hat beim Moskauer Autosalon gleich zwei Limousinen aus ihrer Produktion präsentiert. Während das gepanzerte Gefährt des russischen Präsidenten in einer Vitrine ausgestellt wurde, war sein Zivil-Klon dagegen in allen Einzelheiten auf dem Aurus-Stand zu erforschen.

    Der brandneue Hersteller wurde unter unmittelbarer Beteiligung von zwei wesentlichen Akteuren in der russischen Autobranche entwickelt, nämlich Moskauer NAMI-Institut, dessen Aktienanteil 75 Prozent beträgt, und Sollers-Konzern (25 Prozent der Aurus-Aktien). Mit Gründungsjahr 1918 gilt das NAMI als Russlands ältestes Forschungszentrum für Innovationen im Automobilbau. Als dem NAMI 2013 der Auftrag für eine Staatskarosse erteilt wurde, hatte das Institut eigentlich keine Erfahrungen mit der Serienproduktion von Autos. Abgesehen von einer kurzen Zeitperiode zwischen den 1920er und 1930er Jahren war diese Einrichtung hauptsächlich auf die Entwicklung von Prototypen künftiger Autos und Aggregate spezialisiert, die danach von russischen Autowerken an die Fließbandfertigung angepasst wurden. Trotzdem sollen die ersten Aurus-Limousinen ab 2019 gerade von NAMI gebaut werden. Dabei übernimmt der zweite Aktieninhaber, das russische Unternehmen Sollers, dem u.a. die Kapazitäten der Uljanowsker Autofabrik (bekannt durch UAZ-Geländewagen und Kleintransporter) gehören, Planung und Vorbereitung der Serienproduktion ab 2021. Der Aurus-Chef, Franz Gerhard Hilgert, ist nun ein ehemaliger Sollers-Mann, wo der inzwischen 69-jährige Koblenzer seine Laufbahn nach 25 Jahren bei Daimler fortsetzte.

    © Sputnik .
    Aurus Senat beim Moskauer Autosalon 2018

    In seiner Pressemitteilung für die Teilnehmer des Moskauer Autosalons schrieb Aurus über Pläne, im kommenden Jahr bis zu 150 Fahrzeuge herzustellen. Den Übergang von der Einzelserienfertigung bis zur völligen Massenproduktion von 5.000 bis 10.000 Autos pro Jahr plant das Unternehmen mit Hilfe neuer Investoren 2021 abzuschließen. Schon im Rahmen der diesjährigen Messe wurden Vorbestellungen vom Autohersteller angenommen. Der russische Handelsminister Denis Manturow offenbarte sogar den Namen des ersten Importeurs, der Firma Tawazun aus den VAE, und hob gleichzeitig hervor, trotz großen Interesses aus dem Nahen Osten bleibe der Westen ein prioritärer Markt für Aurus. Dies bestätigte auch Hilgert, indem er die Anerkennung der Aurus-Produktion durch die EU-Kontrollbehörden zu den gegenwärtig wichtigsten Aufgaben seines Unternehmens zählte. Die europäische Premiere der einzigen russischen Luxus-Marke wird 2019 beim Internationalen Auto-Salon in Genf erwartet.

    Die aktuelle Modellreihe von Aurus besteht aus der Allradantrieb-Panzerlimousine des Typs “Senat Limousine”, die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin seit Frühling aktiv genutzt wird, und einer verkürzten Version der Staatskarosse (6,6 Meter bei “Senat Limousine” gegenüber 5,6 Meter bei “Senat”) ohne spezielle Sicherheitstechniken. Obwohl Aurus die beiden Fahrzeuge zum Moskauer Autosalon gebracht hatte, tauchte die Präsidenten-Limo nur ab und zu hinter dem automatisch getönten Glas einer Vitrine auf, was mit Sicherheitsgründen erklärt wurde. Die Zivilvariante wurde dagegen im Zentrum des Aurus-Standes platziert und wurde gleich zu einem Magnet für die Besucher der Ausstellung.

    Ein Model steht vor dem Aurus Senat beim Moskauer Autosalon 2018
    © Sputnik / Johannes Weber
    Ein Model steht vor dem Aurus Senat beim Moskauer Autosalon 2018

    Die Aurus-Fahrzeuge werden auf der Basis der einheitlichen Automobilplattform hergestellt, die im Rahmen des Staatslimousine-Projektes “Kortesch” zur Welt kam. Anhand eines Modulprinzips lässt diese Plattform einzelne Parameter v.a. Radstand und Karosserie ausgehend vom Autotyp leicht verändern. Die Plattform wird die Grundlage für weitere Projekte von Aurus bilden: ein namenloser Geländewagen und ein Minivan unter der Bezeichnung “Arsenal”.

    Der in Zusammenarbeit mit Porsche entwickelte 4,4-Liter-V8-Hybridantrieb, der von einem 40 PS starken Elektromotor unterstützt wird, lässt die Senat-Limousinen trotz 6,2 Tonnen Gewicht bei der gepanzerten Version und 2,7 Tonnen im Fall einer Basisvariante innerhalb von sechs Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

    Die künftigen Serienautos werden über sämtliche Sicherheitstechniken, inkl. beispielloses Schutzsystem gegen Explosionen und Schusswaffen, verfügen, die in der Staatslimousine verwendet sind. Damit wird der Aurus des Typs “Senat Limousine” zum ersten serienmäßig produzierten gepanzerten Luxus-Fahrzeug, während die meisten Präsidenten-Karossen, wie z.B. Donald Trumps Cadillac “The Beast”, in Einzelexemplaren  hergestellt werden.

    Trotz schreiender Schlagzeilen mehrerer Medien über eine “Putin-Limo für jedermann” beginnt der voraussichtliche Startpreis für einen AURUS ab 10 Mio. Rubel (ungefähr 126.000 Euro), womit natürlich keine Rede von einem Volksauto ist. Ein günstiger Unterschied zu vergleichbaren Modellen bei Rolls-Royce oder Bentley fällt allerdings auf. Der Verkaufsstart für die beiden Premiumklasse-Autos ist für Januar 2019 auf der Aurus-Homepage geplant.

    Sputnik Deutschland bedankt sich beim Pressedienst und einzelnen MitarbeiterInnen von Aurus für die Hilfe bei der Organisation der Foto- und Videoaufnahme während des Moskauer Autosalons 2018

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    Tags:
    Staatskarosse, Premiere, Limousine, Präsident, Auto, Kortesch, Aurus Senat Limousine, Aurus Senat, Der internationale Auto-Salon in Genf, Moskauer Autosalon, Sollers, Aurus, Forschungsinstitut Nami, Chrysler, Bentley, UAZ, Porsche, Rolls-Royce, EU, Franz Gerhard Hilgert, Donald Trump, Denis Manturow, Wladimir Putin, VAE, Westen, Nahost, Europa, USA, Russland
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