18:17 16 Oktober 2018
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    240-mm-Selbstfahr-Minenwerfer 2S4 Tjulpan

    Russland bringt den „Gott des Krieges“ zurück – National Interest

    © Sputnik / Sergej Mamontow
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    Russland hat laut dem US-Magazin „The National Interest“ mit der Modernisierung seiner schweren Artillerie aus der Zeit des Kalten Krieges begonnen. Das Kriegsgerät wird in dem Artikel als „Gott des Krieges“ bezeichnet.

    Die Zeitschrift beruft sich auf die Agentur für ausländische Militäruntersuchungen der US-Armee (FMSO).

    Demnach gehe es um den 240-mm-Granatwerfer 2S4 „Tjulpan“ (dt. Tulpe) und die 203-mm-Selbstfahrlafette 2S7 „Pion“ (dt. Pfingstrose). Beide Waffen könnten Atom-Geschosse abfeuern, und „die Nato würde schlimme Erfahrungen machen, wenn der Kalte Krieg heiß wird“. 

    Nach dem Kalten Krieg hatte Russland den größten Teil dieser Schwerartillerie in die Munitionslager geschickt, jetzt jedoch beschlossen, sie an die gegenwärtigen Bedrohungen anzupassen.

    „Nach einigen Angaben werden die 2S4 modernisiert, um sie in moderne Kommando- und Leitsysteme zu integrieren und verbesserte Kommunikations- und Feuerleitungssysteme einzuführen. Zudem wird die Erneuerung oder Auswechselung des Rohrs sowie der Schließfeder-Vorrichtung geplant“, so die FMSO-Vertreter.

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    Dennoch wissen die Analytiker der Agentur nicht genau, warum Russland die alten Waffen zurückholen will. Laut einer Erklärungsversion wird Artillerie dieser Art angewendet, um Befestigungen des Gegners „auszulöschen“. Darüber hinaus vermuten die Analytiker, dass es billiger sei, Geschosse für die Granatenwerfer 2S4 und die Selbstfahrlafetten 2S7 herzustellen als ballistischen Raketen.

    „Tjulpan“ ist ein sowjetischer 240-mm-Granatenwerfer auf einer Selbstfahrlafette. Er wurde zwecks Vernichtung von befestigten Gebäuden, Truppenansammlungen und Waffen-Anhäufungen des Gegners hergestellt. Er war 1972 in Dienst gestellt und erstmals im Afghanistan-Krieg eingesetzt worden.

    „Pion“ ist eine sowjetische 203-mm-Selbstfahrlafette. Sie wurde für den Beschuss des Hinterlandes des Gegners und den massiven Beschuss von besonders wichtigen Objekten und nuklearen Angriffsmitteln im taktischen Hinterland in Entfernungen bis zu 47 Kilometern entwickelt. Sie wurde 1975 in Dienst gestellt und bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion produziert.   

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    Tags:
    Granatenwerfer, Waffen, Kalter Krieg, Sowjetunion, Russland