01:11 18 Oktober 2018
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    Flamme (Symbolbild)

    Bundeswehr-Schießübung löste Katastrophenfall aus

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    Der Moorbrand im emsländischen Meppen wurde bei einer Schießerprobung mit einem Hubschrauber von Airbus Helicopters entzündet. Das sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presseagentur. Der Brand hat sich auf eine Fläche von mehreren hundert Hektar ausgedehnt.

    Bei der Übung wurde laut Airbus ein Kampfhubschrauber des Typs Tiger eingesetzt. Der Sprecher bestätigte damit einen Bericht des Militär-Blogs „Augengeradeaus“. Der Flug sei im Rahmen eines Bundeswehr-Auftrags durchgeführt worden. Die Bundeswehr hatte das Feuer am 3. September mit dem Raketentest entfacht. Der Landkreis Emsland rief am vergangenen Freitag den Katastrophenfall aus. Die Bekämpfung eines Moorbrandes ist besonders schwierig, weil das Feuer auch unter der Oberfläche wütet. Trotz Regens und Löscharbeiten schwelte der Brand weiter.

    Von der Leyen: „Wir müssen diese Scharte auswetzen“

    „Wir werden lange arbeiten müssen, um diese Scharte wieder auszuwetzen“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in der Region am Wochenende. Von der Leyen spricht an, was wohl die meisten Menschen in der Region denken: Muss man einen solchen Munitionstest ausgerechnet dann machen, wenn die ganze Region seit Monaten unter einer nie gekannten Dürreperiode leidet und das Moor zundertrocken ist? Das sei möglicherweise ein Fehler gewesen, räumt die Ministerin ein.   

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    Tags:
    Moorbrand, Katastrophe, Bundeswehr, Ursula von der Leyen, Emsland, Meppen, Niedersachsen