11:08 17 Oktober 2018
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    Entwickler von Internet will es mit neuem Projekt umwälzen – Medien

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    Der Entwickler des modernen Internets, Timothy Berners-Lee, hat das neue Projekt „Solid“ präsentiert, das mithilfe von Apps Nutzern das Recht übergeben soll, ihre Daten selbst zu speichern. Dies meldet das US-Portal „Business Insider“.

    Das großangelegte Projekt „Solid“, an dem das Team von Berners-Lee schon seit einigen Jahren arbeitet, soll von der ebenfalls neuen Struktur „Inrupt“ kommerziell unterstützt werden. „Solid “ sei eine Open-Source-Plattform, die Nutzern erlaube, zu wählen, wo sie ihre persönlichen Daten speichern und mit wem sie diese teilen könnten.

    Facebook-Logo (Symbolbild)
    © AP Photo / Invision for Facebook/Darren Abate
    „Der Erfolg von `Inrupt` ist vollständig auf Erfolg `Solids` ausgerichtet. `Inrupt` wird die Infrastruktur sein, die es `Solid` ermöglicht, zu florieren. Seine Mission ist es, kommerzielle Energie und Rahmenbedingungen zu liefern, um die Integrität und Qualität des neuen Netzes, das auf `Solid` aufgebaut ist, zu schützen“, so Berners-Lee. 

    Das unterscheidet sich von den bestehenden Regeln der Datenspeicherung im Netz, wo alle Nutzer persönliche Daten den großen IT-Unternehmen –Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und Messengers – übergeben. Diese Firmen sind Monopolisten, die alle Daten auf ihren Servern speichern, wo sie potentiell zum Ziel von Cyberangriffen werden können.

    „Solid“ soll helfen, Informationen ohne Server weiterzugeben, was nach Ansicht von Befürwortern dieses Systems die Einmischung von Unternehmen und vom Staat in die Online-Aktivität von Nutzern minimieren wird.

    „Bei all dem Guten, das wir erreicht haben, hat sich das Internet zu einem Motor der Ungleichheit und der Spaltung entwickelt, der von mächtigen Kräften beeinflusst wird, die es für ihre eigenen Ziele nutzen“, schrieb Berners-Lee über seine Erfindung. „Heute glaube ich, dass wir einen kritischen Wendepunkt erreicht haben und dass eine starke Veränderung zum Besseren möglich und notwendig ist“.

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    Tags:
    Nutzer, Wendepunkt, Cyberangriff, Daten, Regeln, Internet, IT, Business Insider, USA