04:02 25 September 2020
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    Die Besatzung des russischen Raumschiffes Sojus MS-08, die in dieser Woche von der Internationalen Raumstation (ISS) zur Erde zurückgekehrt ist, hat einen Staubfilter der Sojus MS-09 mitgebracht. Die Ermittler hoffen, dass der Filter Aufschluss über die Herkunft des Bohrlochs geben wird, das an der Sojus MS-09 entdeckt worden war.

    „Unter den von der ‚Sojus MS-08‘ gebrachten Gütern ist der Artikel Nr. 111 am interessantesten“, teilte ein Vertreter aus der russischen Raketen- und Raumfahrtindustrie Sputnik mit. „Das sind ein Staubfilter aus dem Raumschiff ‚Sojus MS-09‘ sowie die Wischproben aus dem Loch und von dessen Umgebung.“

    Laut dem Sprecher wollen die Spezialisten prüfen, ob der Staub Spuren von Aluminium enthält, aus dem der luftdichte Aufenthaltsraum der ISS gebaut ist. Würden solche Spuren entdeckt, würde das davon zeugen, dass das Loch während des orbitalen Raumfluges gemacht worden sei.    

    Im September hieß es aus Roskosmos, die russischen Kosmonauten wollten das Loch, das für einen vorübergehenden Druckabfall gesorgt hatte, selbständig untersuchen. Bei dem geplanten nächsten Außenbordeinsatz am 15. November sollen sie den Wärme- und den Meteoritenschutzschild der Sojus-MS-09-Kapsel öffnen, um nach Spuren des Dichtungsmittels zu suchen, mit dem die Öffnung eventuell auf der Erde abgedichtet worden sein könnte. Darüber hinaus wolle man die Kante untersuchen. Die Untersuchung soll etwa zwei Stunden dauern.  

    An der Sojus MS-09, die an die Internationale Raumstation gekoppelt ist, wurde Ende August ein winziges Loch entdeckt, das nach Angaben der russischer Ermittler mit einem Bohrer gemacht wurde und ein Luftleck zur Folge hatte. Die Kosmonauten verschlossen das Loch mit einem speziellen Dichtungsmittel.

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    Tags:
    Untersuchung, Ermittler, Raumfahrt, Internationale Raumstation ISS, Sojus MS-08, Roskosmos, Sputnik, Erde, Russland