06:34 16 Dezember 2018
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    Start der Sojues-Rakete am 11. Oktober von Baikonur

    Russlands Weltraumbehörde nennt mögliche Ursache für Sojus-Panne

    © Sputnik / Alexej Fillipow
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    Der Exekutivdirektor der russischen Weltraumbehörde „Roskosmos“, Sergej Krikaljow, hat zur Havarie der jüngst vom Raumbahnhof Baikonur gestarteten Sojus-Trägerrakete Stellung genommen.

    Ihm zufolge liegt noch keine endgültige Version der Havarie-Ursache vor, es sei aber klar, dass die Blöcke der ersten und der zweiten Stufe der Trägerrakete zusammengestoßen seien, sagte er am Freitag gegenüber Journalisten. „Bei der Trennung der ersten und der zweiten Raketenstufe kam es faktisch zu ihrer Berührung“, so Krikaljow.

    „Roskosmos“ schließe nicht aus, dass es „zur Abweichung von der vorgegebenen Flugbahn und möglicherweise auch zur Zerstörung des unteren Teils der zweiten Stufe gekommen sein könnte“, so der „Roskosmos“-Exekutivdirektor.

    Kurz nach der Panne am Donnerstag hatte Sputnik aus einer Quelle erfahren, dass einer der vier Blöcke der ersten Raketenstufe sich nicht zum nötigen Zeitpunkt gelöst habe und gegen den zentralen Block gestoßen sei, was möglicherweise die Havarie verursacht habe.

    Die Automatik der Rakete habe diesen Fehler offensichtlich als kritisch eingeschätzt und das Havarie-Schutzsystem betätigt, das die Kapsel mit der Kosmonauten-Crew von der havarierten Raketenstufe abgetrennt habe, hieß es.

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    Tags:
    Havarie, Raketenstufen, Panne, Roskosmos, Sergej Krikaljow, Russland