08:45 16 November 2018
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    Russisches Atom-U-Boot in der Arktis (Archivbild)

    Neue russische U-Boot-Drohne soll in Arktis mehr Sicherheit bringen

    © Sputnik / Witalij Ankow
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    Das russische Konstruktionsbüro „Lasurit“ in Nischni Nowgorod entwickelt ein unbemanntes U-Boot für den Einsatz im Nördlichen Seeweg. Die Drohne soll autonom bis zu 10.000 Kilometer unter Eismasse zurücklegen können.

    Wie der Chef des Fonds für Fortschrittsforschungen, Igor Denissow, mitteilte, sollen bis 2020 drei Testdrohnen gebaut und auf der Route Sewastopol-Sotschi im Schwarzen Meer getestet werden. Die Proben in der Nordostpassage sind für 2022 und 2023 anberaumt. 

    Russland besitzt bereits Unterwasser-Drohnen, die ähnliche oder sogar größere Strecken zurücklegen können – wie beispielsweise das Atom-U-Boot „Status-6“ (Poseidon). Die neue Entwicklung, die den Namen „Sarma“ erhalten hat, unterscheidet sich von Poseidon durch sein Triebwerk: es wird mit einem anaeroben Triebwerk statt einem Atomantrieb ausgestattet, was umweltfreundlicher und kraftstoffsparender ist. 

    Mehr zum Thema: Putin definiert Russlands Prioritäten in der Arktis

    Als Hauptaufgabe der neuen Unterwasser-Drohne wird die seismische Erkundung und Gewährleistung sicherer Fahrt durch den Nördlichen Seeweg angegeben. Das Boot wird dabei statt Satellitenangaben auf seine eigene Navigation zurückgreifen. 

    Der Nördliche Seeweg ist eine wichtige Transportader entlang der russischen Arktis-Küste. Die Zahl der Tage, an denen die Navigation möglich ist, nimmt in der nächsten Zeit wegen der Klimaerwärmung rasant zu. Russland, auf welches fast ein Drittel der arktischen Zone entfällt, setzt derzeit auf eine aktive Erschließung der Region. Dies soll unter anderem Schiffstransporte aus Asien nach Europa effizienter gestalten.

     

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    Tags:
    Drohne, Erschließung, Unterwasser-Drohne Sarma, Atom-U-Boot Peseidon (Status-6), Nördlicher Seeweg, Arktis, Russland